Crash-Tests: Autos immer noch nicht sicher genug!
Österreich: Die Sicherheit ist beim Kauf eines Neuwagens wohl eines der wichtigsten Argumente – trotzdem sind viele Autos noch immer meilenweit von den höchsten Sicherheitsstandards entfernt.
Das zeigt auch ein aktueller europäischer Crash-Test, dem 15 Autos unterzogen wurden. Nur sechs Testkandidaten erreichten demnach die Höchstbewertung von fünf Sternen bei der Sicherheit für die Insassen. „Ausreißer mit horrenden Werten bei Front- und Seitencrash“ würden aber immer wieder vorkommen, so ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang über den EuroNCAP-Test.
Die Ergebnisse im Detail: Mit Abstand am schlechtesten schnitt diesmal der Chevrolet Matiz ab, der nicht einmal drei Sterne erhielt. Hier drohen dem Autofahrer laut Test im Falle eines Crashs tödliche Brustverletzungen.
Fünf Sterne erhielten folgende Autos:
Kleinwagen: Fiat Punto, Toyota Yaris
Mittelklasse: Fiat Croma, Peugeot 407 Coupe
Obere Mittelklasse: Citroen C6
Minivan: Mazda 5
Die Viersternautos:
Kleinwagen: Daihatsu Sirion, Kia Rio, Mitsubishi Colt, VW Fox
Kompaktklasse: Seat Leon
Mittelklasse: Mazda 6
Minivan: Citroen Berlingo
Geländewagen: Jeep Grand Cherokee
Kinder weniger geschützt: „Die Insassensicherheit steigt insgesamt weiter. Kinder sind im Auto zunehmend sicherer unterwegs, aber immer noch nicht gleich gut geschützt wie Erwachsene“, so der ÖAMTC. Denn noch immer kam kein Auto beim Crash-Test in Sachen Kindersicherheit über vier Sterne hinaus. „Die Autohersteller müssen sich gewaltig anstrengen, damit Kinder künftig im Fahrzeug gleich sicher unterwegs sind wie Erwachsene“, so Peter Blazek vom Verein für Konsumenteninformation (VKI).
Große Unterschiede bei Fußgängerschutz: Die größte Diskrepanz gebe es nach wie vor beim Fußgängerschutz. ÖAMTC-Techniker Lang: „Der Citroen C6, ein besonders ausgewogenes Fahrzeug im Test, hat erstmals das Maximum von vier Sternen auch im Fußgängerschutz erreicht, der Jeep Grand Cherokee nicht einen einzigen Punkt geschweige denn einen Stern.“
Mehr Airbags serienmäßig: Erfreulich für die Tester: Zusätzliche Sicherheitssysteme sind auf dem Vormarsch. Der serienmäßige Einbau von zusätzlichen Airbags und intelligenten Sicherheitsgurt-Erinnerungssystemen werde weiter vorangetrieben. Zehn der getesteten Fahrzeuge haben Kopfairbags für Seitenaufprall, vier verfügen sogar über Knieairbags für den Fahrer.
Regelmäßige Crash-Tests: EuroNCAP steht für European New Car Assessment Programme. Ziel ist es, durch Crash-Tests Autoerzeuger zur Verbesserung der Sicherheit ihrer Autos zu bringen. Getestet werden die Sicherheit für die Insassen, der Schutz für Kinder und der Schutz für Fußgänger. Die Organisation wurde 1997 gegründet und wird von fünf europäischen Regierungen, der EU-Kommission sowie Konsumentenschutz-Organisationen aus allen EU-Ländern unterstützt.
