Österreich: Wintersturm sorgt für Chaos
Österreich: Starker Wind und starker Schneefall beherrschen auch das Samstagwetter (17. Dezember 2005). Auf Österreichs Straßen führten die Witterungsverhältnisse zu Verkehrsunfällen und zahlreichen Feuerwehreinsätzen.
Autobahnen mussten wegen hängen gebliebener Fahrzeuge teilweise gesperrt werden, auf der Pyhrnautobahn (A9) saßen Autolenker in den Nacht stundenlang fest. In den Bergen herrschte große Lawinengefahr. Auch in Deutschland kam es zu vermehrten Unfällen durch die glatten Straßen, Tschechien beklagt zwei Todesopfer.
Seit Freitag, 16. Dezember 2005, weht vor allem im Alpenraum stürmischer Wind und fällt mitunter ergiebiger Neuschnee. Die Lawinengefahr wird als groß eingestuft. Die Vorarlberger Wintersportorte Lech, Zürs und Stuben waren vorübergehend nicht erreichbar. Laut den Daten betrugen die Windspitzen weit über 100 km/h. Am oberösterreichischen Feuerkogel wurde ein Spitzenwert von 164 km/h gemessen, am Sonnblick in Salzburg 142 km/h.
In ganz Österreich kam es zu vermehrten Unfällen durch die glatten Straßen. Ein Todesopfer und sechs Verletzte gab es in Oberösterreich. Auf der Südautobahn (A2) kam es zu einer Massenkarambolage. Auch auf der A21 und der Westautobahn (A1) gab es Behinderungen im Straßenverkehr, die Tauernautobahn (A10) musste wegen stecken gebliebener Lkws und Pkws teilweise gesperrt werden.
Auf der Pyhrnautobahn (A9) saßen zahlreiche Autofahrer im heftigen Schneetreiben stundenlang fest. Die Autobahn war von Fahrzeugen auf mehreren Kilometern blockiert, hieß es seitens des Roten Kreuzes, das frierende Autolenker mit Tee und warmen Decken versorgte. Der Wind hielt die Feuerwehr die ganze Nacht auf Trab. Grund waren umgestürzte Bäume und hängen gebliebene Fahrzeuge. Auf mehreren Straßen bestand Kettenpflicht für sämtliche Fahrzeuge.
Verkehrschaos in Deutschland: Auch in weiten Teilen Deutschlands führten Schneefall und Straßenglätte zu Verkehrsbehinderungen und kleineren Unfällen. Es kam stellenweise zu starken Schneeverwehungen. Bereits am Freitagabend hatte das Winterwetter den Verkehr auf einigen Autobahnen teilweise zum Erliegen gebracht.
Zwei Tote in Tschechien: In Tschechien kamen am Freitag infolge eines schweren Schneesturms und heftiger Windböen zwei Menschen ums Leben. In Medienberichten hieß es, ein Mann sei getötet worden, als ein umstürzender Baum auf sein Auto fiel.
Der Sturm war mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 144 Kilometern pro Stunde über das Land gefegt. Ein anderes Opfer kam bei einem Autounfall auf eisglatter Straße ums Leben.
