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Bangladesh: Eingeschlossen im Feuerinferno – Über 50 Menschen sterben

Bangladesh: Bei einem Brand in einer Textilfabrik in Bangladesh sind mindestens 51 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 Arbeiter wurden nach Behördenangaben vom Freitag verletzt, als das Feuer am Donnerstagabend, 23. Februar 2006, ein Fabrikgebäude in Chittagong verwüstete.

Unter den Trümmern würden noch weitere Tote vermutet, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Feuerwehr brauchte zehn Stunden, um die Flammen zu löschen. Zahlreiche Arbeiterinnen wurden offenbar in den Obergeschossen vom Feuer überrascht. Das Haupttor der Fabrik sei zudem vom Aufseher abgeschlossen gewesen. Viele der hauptsächlich weiblichen Angestellten waren deshalb gefangen. Menschen seien aus den Fenstern des dritten Stocks gesprungen, um dem Inferno zu entkommen, berichtete ein Augenzeuge.

Anwohner hätten geholfen, die Fenstervergitterungen zu durchtrennen, um sie zu rette. Brandursache war offenbar ein Kurzschluss. In Bangladesh gibt es etwa 4000 Textilfabriken. Wegen schlechter Sicherheitsstandards kommt es immer wieder zu Unglücken. Im April vergangenen Jahres kamen mehr als 70 Menschen beim Einsturz einer illegal errichteten Fabrik ums Leben. Im November 2000 starben 48 Arbeiter bei einem Brand in einem Textilwerk. Auch in diesem Fall war der Ausgang verschlossen.

Neue Züricher Zeitung

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