Brand

Nö: Wohnungsbrand in Gänserndorf

Gänserndorf (Nö): Matratze fing Feuer – Bewohner konnte sich retten! In den Morgenstunden des 5. März 2006 ging um 08:54 Uhr der Notruf in der Bereichsalarmzentale Mistelbach ein.

Eine Bewohnerin des Wohnblockes in der Dr. Nemecgasse in Gänserndorf meldete starke Rauchentwicklung aus der Nachbarwohnung. Auch das Stiegenhaus war bereits stark verqualmt. Es wurde Alarmstufe 3 ausgelöst und der Löschzug der Stadtfeuerwehr, sowie die Nachbarfeuerwehren Strasshof und Weikendorf alarmiert.

Der Einsatzleiter stellte nach Eintreffen des 1. Fahrzeuges folgende Lage fest:

In der Wohnung war es aus bisher ungeklärter Ursache zum Brand einer Matratze gekommen. Der Bewohner konnte die brennende Matratze selbst in die Badewanne bringen und unternahm erste Löschversuche. Er erlitt dabei eine Rauchgasvergiftung. Die Bewohner der angrenzenden Wohnungen waren zu diesem Zeitpunkt bereits evakuiert.

Der Wohnungsbesitzer konnte sich danach aus eigener Kraft ins Freie retten. Er wurde vom Notarzt des RK Gänserndorf erstverorgt und ins Krankenhaus eingeliefert. Sofort wurde ein Atemschutztrupp zur Brandbekämpfung in das Objekt vorgeschickt. Der erste Atemschutztrupp löschte mittels Kübelspritze die Matratze weiter ab und warf diese aus dem Fenster wo sie endgültig abgelöscht werden konnte.

Das Stiegenhaus wurde zwischenzeitlich durch einen Hochleistungsüberdruckbelüfter mit Frischluft belüftet. Zwei Stockwerke waren zu diesem Zeitpunkt komplett verraucht. Der Brandschutz im Wohnobjekt funktionierte mustergültig. Die Verrauchung blieb weitestgehend auf den Ausbruchsbereich beschränkt.

Einen schweren Mangel stellt jedoch die zur Gewohnheit gewordene Parkordnung in diesem Siedlungsbereich Gänserndorfs dar. Ein PKW welcher widerrechtlich geparkt war behinderte die zufahrenden Einsatzkräfte! Die Nachbarn sprechen von Glück, dass nicht mehrere PKW auf dieser Straßenseite geparkt hatten. Die Zufahrt wäre für die Feuerwehr somit unmöglich!
Dieser Missstand wird von der Stadtfeuerwehr aufgezeigt werden. Wir hoffen auf eine umgehende Reaktion der Behörden!

Von der Feuerwehr Strasshof wurde ein Atemschutztrupp zur Belüftung des Stiegenhauses eingesetzt. Die Feuerwehr Weikendorf standen mit einem Atemschutztrupp in Bereitstellung. Durch den raschen und gezielten Einsatz der Feuerwehren konnte der Brand in der Entstehungspahse abgelöscht und die Schadenssumme minimiert werden.

Eingesetzte Kräfte:
Löschzug Gänserndorf 34 Mann � 5 Fahrzeuge
Weikendorf 12 Mann � 3 Fahrzeuge
Strasshof 12 Mann � 3 Fahrzeuge
1 Notarztwagen RK Gänserndorf
1 RTW
1 Bereitschaftsarzt
1 Streife der Polizei
Text & Fotos: OFM Mario Krammel

FF Gänserndorf

Bericht der FF Strasshof:
Am 5.3.2006 wurde die Feuerwehr Strasshof um 8:55 Uhr per Totalalarm (Sirene, Personenrufempfänger) zu einem Wohnhausbrand nach Gänserndorf alarmiert. Im Schlafzimmer einer Wohnung in der Dr. Nemecgasse fing eine Matratze Feuer. Die Bewohner der Nachbarwohnungen konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und die Feuerwehr alarmieren. Währenddessen hatte der Wohnungsbesitzer noch versucht die Matratze zu löschen. Diesen Löschversuch musste er abbrechen und er wurde mit einer Rauchgasvergiftung vom Roten Kreuz behandelt.
Da die Feuerwehr Strasshof gerade ihren Sonntagsdienst beginnen wollte, konnte das erste Fahrzeug – unser Rüstlöschfahrzeug – voll besetzt nach einer Minute ausrücken. Nur wenige Minuten später folgte auch das voll besetzte Tanklöschfahrzeug. Auf der Anfahrt bekamen wir die Nachricht per Funk, dass sich glücklicherweise keine Personen mehr in Gefahr befinden. Jedoch wurde auch mitgeteilt, dass die Wohnung und Stiegenhaus stark verqualmt war.
Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr Strasshof am Einsatzort ankamen, wurden zwei Atemschutztrupps (zu je drei Mann) gestellt. Einer davon war im Einsatz, während der andere als Reserve zur Verfügung stand. Die Aufgabe des eingesetzten Atemschutztrupp bestand darin, die Wohnung zu kontrollieren und zu belüften.

Kurze Zeit später konnte Brand Aus gegeben werden und die Feuerwehr Strasshof rückte nach etwa einer Stunde einsatzbereit ins Feuerwehrhaus ein und konnte den Sonntagsdienst mit Ausbildung fortsetzen. Die Feuerwehr Strasshof meldete sich daraufhin einsatzbereit bei Florian Mistelbach zurück.

Eingesetzt waren:
Rüstlöschfahrzeug – Allrad 2000
Tanklöschfahrzeug – Allrad 2000
Drehleiter – Korb 18
mit 21 Feuerwehrleuten und vielen Reservekräften.

FF Strasshof

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