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Bgld: Hochgiftige Rauchgase durch Sondermüll

80.000 Tonnen Müll aus dem gesamten Burgenland lagern in den Hallen des Umweltdienstes Burgenland in Oberpullendorf. Im Falle eines Brandes werden hier hochgiftige Rauchgase frei.

Daher übte die Feuerwehr nun, um für den Ernstfall gewappnet zu sein.

„Im Schaltwerk bricht ein Brand aus, der auf den Bereich des Hausmülllagers überzugreifen droht. Zwei Arbeiter werden vermisst“, schildert Geschäftsführer Dipl.-Ing. Rudolf Haider am Samstagnachmittag das Übungsszenario im Umweltdienst Burgenland, Standort Oberpullendorf. Sofort wird die Stadtfeuerwehr Oberpullendorf alarmiert. Nach Lageerkundung wird außerdem die Freiwillige Feuerwehr Steinberg alarmiert.

Insgesamt 35 Feuerwehrleute rückten am Samstag gegen 16 Uhr zum Umweltdienst Burgenland in Oberpullendorf aus, um für den Ernstfall zu üben. „Bei uns lagern im Jahr rund 80.000 Tonnen Müll aus dem gesamten Burgenland“, unterstreicht Geschäftsführer Haider das enorme Gefahrenpotential, welches sich hier befindet. Von der Behörde habe man zahlreiche Auflagen erhalten, die man aber alle erfüllt habe, so Haider weiter. „Fallweise kommt es aber trotzdem zu Selbstentzündungen. Daher wollten wir auch gemeinsam mit der Feuerwehr diese Übung durchführen, um die Arbeit für den Ernstfall zu perfektionieren, wenngleich ich hoffe, dass dieser nicht eintritt“, so Haider weiter. Zwischenfälle habe es in den letzten Jahren keine außergewöhnlichen gegeben.

Die Florianis begannen an der Einsatzstelle sofort mit schwerem Atemschutz nach den beiden vermissten Personen zu suchen und konnten diese aus der verrauchten Halle retten. Außerdem wurde sowohl von Innen als auch von Außen mit den Löscharbeiten begonnen. „Wir haben insgesamt zwei Trupps mit schwerem Atemschutz zur Personenbergung und einen Atemschutztrupp zum Innenangriff eingesetzt“, erklärt Einsatzleiter BM Christian Moritz von der Stadtfeuerwehr Oberpullendorf. Er resümierte abschließend positiv über die Übung: „Im Großen und Ganzen hat alles funktioniert. Vor allem die Zusammenarbeit mit unserer Nachbarfeuerwehr Steinberg konnte heute gefördert werden.“

Text und Fotos: V Mag.(FH) Jacob Schumann, Bezirkspressereferent

BFKDI Oberpullendorf

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