Oö: Ausrüstung des Tunnelsicherheitspaketes II an Feuerwehren übergeben
Linz (Oö): Die Fahrzeuge und Geräte des 2. Tunnelsicherheitspaketes wurden am späten Nachmittag des 6. April 2006 im Landes-Feuerwehrkommando Oberösterreich an die jeweiligen Tunnelstützpunkt-Feuerwehren übergeben.
Die neuen Tunnel entlang der A7, A8 und A9 waren ausschlaggebend für das Tunnelsicherheitspaket, Teil 2, der Oö. Landesregierung im Wert von rund 3,9 Millionen Euro. Der Katastrophenhilfsdienst des Oö. Landes-Feuerwehrverbandes wurde in den Jahren 2003 bis 2006 damit beauftragt, die erforderlichen Geräte und Fahrzeuge zu beschaffen und den jeweiligen Stützpunktfeuerwehren zuzuteilen.

Dass der Tunneleinsatz in Oberösterreich schon lange ein Thema für uns war, beweist die Tatsache, dass bereits in den 70er Jahren Stützpunktfeuerwehren an Tunnelportalen mit diversen Einsatzgeräten ausgerüstet wurden. Die Bemühungen um erhöhte Sicherheitsvorkehren haben leider erst Erfolg gezeigt, als bei Tunnelkatastrophen viele Menschen ums Leben gekommen sind. Auch hier war es wieder das Land Oberösterreich, das entscheidende Verbesserungen bei den Sicherheitsvorkehrungen und bei der Ausrüstung durchgesetzt hat.

[i]Obige drei Bilder zeigen das LUF60 im Übungseinsatz in einem Tunnel in Klaus am 5. April 2006
Am Nachmittag des 6. April 2006 erfolgte in Anwesenheit von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Landeshauptmannstellvertreter DI Erich Haider, dem zuständigen Feuerwehrreferenten Dr. Josef Stockinger sowie Landes-Feuerwehrkommandant Johann Huber die offizielle und feierliche Übergabe der Einsatzmittel an die Feuerwehren. Das zweite Sicherheitspaket repräsentiert einen Wert von 3,9 Millionen Euro. Beide Tunnelsicherheitspakete zusammen weisen einen Sicherheitsbeitrag des Landes Oberösterreich in Höhe von 7,1 Millionen Euro auf.

Neben diversen Einsatzfahrzeugen (RLF-A Tunnel, LFB-A, KRF-S) wurden auch zwei Tunnellüfter sowie zwei LUF-60 sowie Wärmebildkameras und Langzeitatemschutzgeräte an die Abordnungen der Feuerwehren übergeben.
Im Zuge einer imposanten Vorführung wurde zudem die Wirkungsweise der Lösch-Unterstützungs-Fahrzeug (LUF 60) demonstriert. Diese kleinen „Löschpanzer“ arbeiten auf dem Prinzip einer Schneekanone. Sie werden von der Feuerwehr in einen Tunnel manövriert. Durch die feinen Wassertröpfchen erfolgt eine rasche Senkung der hohen Temperatur, so dass rasch weitere Einsatzkräfte zum Brandherd vordringen und mit den eigentlichen Löscharbeiten beginnen können.

Landes-Feuerwehrkommandant Johann Huber: „Derzeit gibt es in Oö. über 400 Stützpunktfeuerwehren für 17 Sondereinsatzbereiche, die in den gefährdeten Bereichen des Bundeslandes installiert wurden. Weiters wurde noch die Landeswarnzentrale errichtet, die Funkalarmierung für alle Feuerwehren Oö. ausgebaut und die Ausrüstung und Ausbildung laufend auch auf die Erfordernisse des modernen Katastrophenschutzes abgestimmt, da sich die Aufgabenfülle speziell in den letzten Jahren drastisch vergrößert hat.
Bei den verschiedensten Katastrophenfällen der letzten Jahre wurde wieder einmal die Schlagkraft und der Einsatzwille der Feuerwehren unter Beweis gestellt und die Feuerwehrmitglieder haben auch bei der Bewältigung neuer Aufgaben große Einsatzerfolge erzielen können.“
Videobeitrag auf ORF Oberösterreich

