Oö: Lecke Kanister mit Lösungsmittel entdeckt: Brandgefahr am Linzer Bahnhof
Linz (Oö): Mit Atemschutz und Schutzbekleidung musste am Vormittag des 9. April 2006 die Linzer Berufsfeuerwehr zum Verschubbahnhof in die Turmstraße in Linz ausrücken.
Bei Rangierarbeiten waren von ÖBB-Mitarbeitern in einem Waggon zwei geplatzte Kanister mit Aceton und ein leck geschlagenes 200-Liter-Fass mit Nitro-Verdünnung entdeckt worden. Ein Teil der Ladung dürfte vermutlich während des Transportes verrutscht sein und die Behälter mit den Lösungsmittel beschädigt haben. „Aceton und Nitro sind zwei leicht brennbare Materialien. Da reicht bereits ein Funke“, sagte Einsatzleiter Dieter Jonas von den Linzer Berufsfeuerwehr. Ein Brand konnte von den 19 Feuerwehr-Männern jedoch erfolgreich verhindert werden. Die ausgetretene Flüssigkeit wurde mittels Bindemittel gebunden, das lecke Fass umgefüllt und auch die noch im Waggon befindliche Ladung umgeladen und in Sicherheit gebracht. Explosionsgefahr bestand laut dem Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr nicht. Eine durchgeführte Explosionsmessung sei negativ verlaufen. Da der Austritt sich auf das Innere des Waggons beschränkte, wurde auch die Umwelt nicht in Mitleidenschaft gezogen.
