Oö: Konträr liegende Maiübungen bei der FF Alkoven
Alkoven (Oö): Recht konträr standen sich zwei Ausbildungsthematiken im Mai 2006 bei der Freiw. Feuerwehr Alkoven gegenüber. Einerseits stand eine praxisnahe Menschenrettungsübung auf dem Programm, andererseits die Teilnahme bei einer großen Wasserdienstübung.
Den Anfang bildete eine Einsatzübung für Mitglieder der Feuerwehren Alkoven und Polsing. Im Ortsteil Gstocket wurde ein Verkehrsunfall mit zwei Pkws angenommen. Ein Fahrzeug wurde dabei zur Seite geschleudert und kam seitlich liegend zum Stillstand. Ein junger Mann war in dem Fahrzeug verletzt und eingeschlossen (Aufgabe für die FF Polsing).

Das zweite Fahrzeug kam auf einer steilen Böschung in den Innbach zum Stehen. Um eine Umweltverschmutzung im Fall eines Abrutschens des Autos zu vermeiden, wurde ein Übungsauto ohne Schmieröle und ohne Motor verwendet. Ein Mann und ein Junge waren verletzt im Pkw (Aufgabe für die FF Alkoven).
Die Aufgaben für die vom Übungsbeispiel selbst nicht informierten Mitglieder bzw. den Übungseinsatzleiter an diesem Abend:
a) Sofortiges Sichern des absturzdrohenden Pkws
b) Im Unfallfahrzeug A befand sich nur ein junger Mann. Erkennen der Tatsache, dass dieser normal noch nicht lenkberechtigt sein kann und somit möglicherweise ein Lenker abgängig ist (davon ausgehend, dass der junge Mann das Auto nicht unrechtmäßig gelenkt hat)
c) Richtiges Vorgehen bei den Menschenrettungen
d) Unterdrucksetzen der Arbeit durch Zünden einer Rauchbombe im Zuge der beschäftigen Phase (Menschenrettung)
e) Betreuen der Verletzten

Für die Praxis interessant war die Tatsache, dass der junge Bub im Fahrzeug auf der Böschung von den Einsatzkräften in der Erstphase nicht entdeckt worden ist. Er saß am Rücksitz, wurde beim Aufprall zu Boden geschleudert und befand sich somit am Boden zwischen Rückbank und Beifahrersitz. Erst bei den Rettungsmaßnahmen wurden die Feuerwehrleute auf ihn aufmerksam.
Explosion am Passagierschiff:
Einige Tage nach der oben genannten Übung nahm die FF Alkoven mit dem Kranfahrzeug, dem Schlauchboot sowie dem Arbeitsboot an einer großen Einsatzübung zwischen Linz und Wilhering teil. Hier wurde der Notfall auf dem Passagierschiff „Schönbrunn“ erprobt.

Besonders bewährt hat sich hier das Personentransportnetz, dass sich im Besitz der FF Alkoven befindet. Es wurde vormals für den Hubschraubereinsatz verwendet. Mit dem Kranfahrzeug konnten durch den Einsatz dieses Netzes rasch die Personen von den Booten aus an Land gehievt werden, da sich die Einsatzstelle an einer steilen Uferböschung befunden hatte (Kranfahrzeug verfügt über die TÜV-Abnahme zum Personentransport).

