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Schweiz: Feuerwehrmann als Brandstifter – Aus Frust mehrfach Feuer gelegt

Rheinfelden (Schweiz): Die Brandserie in Rheinfelden im Kanton Aargau ist geklärt: Ein 21-jähriger Rheinfelder Feuerwehrmann hat mehrere Brandstiftungen gestanden. Die Feuer hatte er aus Frust gelegt.

Der Mann sei arbeitslos gewesen, bestätigte der Rheinfelder Bezirksamtmann Ambrosius Kessler eine Meldung von Radio Argovia. Die ständigen Absagen auf der Jobsuche hätten ihn frustriert. Deshalb habe er gemäss seinen Aussagen die Feuer gelegt.
Wie Claudia Rohrer, Feuerwehrkommandantin auf Anfrage sagte, ist der Mann seit drei Jahren aktiv bei der Feuerwehr Rheinfelden. Als Feuerwehrmann habe er beim Löschen «seiner» Brände auch selber mitgeholfen. Die Kantonspolizei Aargau hatte den Mann am Dienstagmorgen verhaftet, nachdem es in der Nacht auf Dienstag im Keller eines Mehrfamilienhauses gebrannt hatte. Der Mann wohnte selber in dem Haus, wie die Kantonspolizei Aargau mitteilte. Wegen des starken Rauches hatten mitten in der Nacht 25 Personen evakuiert werden müssen.

Überwachungen führten zum Täter: In der Tiefgarage desselben Hauses hatte der Feuerwehrmann schon am 13. Mai einen Personenwagen angezündet. Zugegeben hat er auch die Brandstiftungen an weiteren Autos, an einem Holzschopf und an zwei Schrebergartenhäuschen. Nach heutigem Wissensstand war der 21-Jährige Alleintäter.
Nächtliche Überwachungen in der Umgebung hätten die Polizei auf die Spur des Mannes geführt. Für die Klärung der Brände war am Ende Mai eine Belohnung von 5000 Franken ausgesetzt worden. Der 20-jährige Schweizer, der ebenfalls am Dienstag als Tatverdächtiger festgenommen wurde, werde aus der Untersuchungshaft entlassen. Mit dem Geständnis des Feuerwehrmannes seien auch die drei zu einem früheren Zeitpunkt verhafteten und wieder entlassenen Personen entlastet.

Abklärung wegen weiterer Brände: Ob der Feuerwehrmann in der Region noch weitere Brände gelegt habe, müsse noch abgeklärt werden. Entsprechende Einvernahmen und Ermittlungen dauern an, schreibt die Polizei weiter. Die Brandserie hielt Rheinfelden während Wochen in Atem. Seit Mitte April gingen in der Stadt rund zehn Autos in Flammen auf oder wurden durch gelegte Feuer beschädigt.

Neue Züricher Zeitung

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