Technisch

Stmk: Hohe Schäden durch Orkanwind in Graz-Umgebung

Graz-Umgebung (Stmk): Am Mittwoch, dem 28. Juni 2006, zog gegen 21.00 Uhr eine Gewitterfront aus dem Norden her und richtete im Bezirk Graz-Umgebung Süd in den Gemeinden Unterpremstätten, Feldkirchen, Kalsdorf, Gössendorf, Fernitz und Hausmannstätten hohe Sachschäden an Häusern, Strom- und Telfonleitungen sowie auf Straßenzügen an.

Die ersten Feuerwehren der genannten Gemeinden wurden ab 21.15 Uhr laufend zu Sicherungsarbeiten an Hausdächern, zu entfernen von gefährlichen Baumteilen und zum Freimachen von Verkehrswegen alarmiert. Oft mussten die Feuerwehren mit Seilwinden und Greifzügen die schweren Baumteile sichern bzw. wegziehen. Aber auch abgedeckte Dachflächen wurden von den Einsatzkräften provisorisch zugedeckt.

Unterpremstätten: Gegen 21.30 Uhr langte bei der Alarmzentrale Florian Graz-Umgebung von einem Ehepaar eine Meldung ein, dass sie in einem Waldstück beim Schwarzel Freizeitzentrum zwischen den Bäumen eingeschlossen sei und sich mit eigener Kraft nicht mehr befreien kann. Die alarmierte Feuerwehr Unterpremstätten leitete sofort alle Rettungs- und Suchmaßnahmen ein. Setzte ein technisches Hilfeleistungsfahrzeug mit den erforderlichen Rettungstrupp in Richtung Schwarzel Freizeitzentrum in marsch. Gleichzeitig wurde mit der Feuerwehr Zettling eine Suchmannschaft zusammengestellt. Die Aktion endete jedoch glimpflich, die eingeschlossenen Personen konnten sich bis zum eintreffen der Feuerwehr selbst befreien und waren unverletzt. Die Feuerwehr Unterpremstätten hatte im Zuge dieses Unwetters einige Straßen von umgestürzten Bäumen und herabgefallenen Ästen, sowie Stromleitungen von Baumteilen freizumachen.

Gössendorf: Ebenfalls um 21.30 Uhr wurde die FF Gössendorf alarmiert, dass einige Straßenzüge im Ortsteil von umgefallenen Bäumen unpassierbar sind. Weiters waren durch den starken Gewitterregen einige tieferliegende Keller- und Garagenräume überflutet und mussten von der Feuerwehr ausgepumpt werden. Der orkanartige Sturm deckte auch einige Dächer und knickte auch etliche Bäume wobei hier Zäune, Nebengebäude und Autos beschädigt wurden. Die Feuerwehr Gössendorf alarmierte die Nachbarfeuerwehren Raaba und Grambach zwecks Unterstützung nach. Im Ortsteil Thondorf und Dörfla der Marktgemeinde Gössendorf war die FF Thondorf mit dem Freimachen von Verkehrswegen beschäftigt.

Fernitz: Hier begann die Situation um 21.35 Uhr. Sämtliche Zufahrtsstraßen von Norden, Westen und Osten kommend waren von Bäumen, Ästen und losen Gegenständen verlegt und daher unpassierbar. Auch in Fernitz wurden Dächer abgedeckt und bei einem Objekt sogar das Balkongeländer heruntergerissen. Die Feuerwehr Fernitz war pausenlos von einem Einsatzort zum anderen mit Motorsägen, Hacken und Seilen unterwegs. Im Gemeindegebiet Fernitz liegt auch der am stärksten von diesem Unwetter betroffene Ortsteil Gnaning wo bis 30 Baumgruppen umgestürzt bzw. geknickt die Straßen und Wege unbenutzbar machten. Um diesen Einsatzauftrag abarbeiten zu können, wurde von der zuständigen Feuerwehr Gnaning der Technische Zug des Feuerwehrabschnittes 3 um 23.20 Uhr angefordert.
Hausmannstätten: Im Gemeindegebiet Hausmannstätten liegt der Ausläufer des am stärksten vom Unwetter betroffenen Ortsteiles Gnaning wo bis 30 Baumgruppen umgestürzt bzw. geknickt die Straßen und Wege unbenutzbar machten. Um diesen Einsatzauftrag gemeinsam mit der Feuerwehr Gnaning abarbeiten zu können, wurde der Technische Zug des Feuerwehrabschnittes 3 um 23.20 Uhr angefordert.

Insgesamt waren im südlichen Teil des Bezirkes Graz-Umgebung 20 Feuerwehren mit 47 Einsatzfahrzeugen und 235 Mann im Einsatz. Die Lage um 2.00 Uhr in der Früh des 29. Juni 2006: es arbeiten noch die Feuerwehren Gössendorf, Fernitz und der Technische Zug des Abschnittes 3 mit Gnaning und Hausmannstätten an ihren Einsatzaufträgen, damit in der Früh der Berufsverkehr Richtung Graz ohne gröberen Behinderungen ablaufen kann. Zu diesem Zeitpunkt standen noch 147 Mann im Einsatz.

BFV Graz-Umgebung

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