D: Vier Tote bei Absturz eines Wasserflugzeuges in Hamburg
Hamburg (Deutschland): Tragisches Ende eines Sonntagsausflugs: Beim Absturz eines Wasserflugzeugs über dem Hamburger Hafen sind am 2. Juli 2006 vier Menschen getötet und zwei weitere schwer verletzt worden.
Unter den Toten ist auch ein zwölfjähriger Bub, der den Rundflug zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Sonntag mitteilte.
Sein Vater konnte sich ebenso wie der Pilot mit schweren Verbrennungen aus dem Wrack retten. Die Maschine stürzte am Sonntagmorgen unmittelbar neben dem Hafenbecken auf Gleisanlagen und ging in Flammen auf. Zur Absturzzeit herrschte strahlender Sonnenschein. Nach Angaben des Feuerwehrsprechers vermutet das Landeskriminalamt Hamburg als Absturzursache einen Motorschaden. Ein LKA-Sprecher wollte diese Information nicht kommentieren. Die Maschine sei nur noch ein „Haufen ausgebranntes Blech“. Die Untersuchungen würden deshalb einige Zeit in Anspruch nehmen. Mit dem Fall soll sich nun das Luftfahrtbundesamt in Braunschweig befassen.
Bericht der Züricher Zeitung:
Bei einem Rundflug über Hamburg ist am Sonntag – 2. Juli 2006 – ein Wasserflugzeug abgestürzt und hat vier Menschen in den Tod gerissen. Drei Erwachsene und ein Kind, das den Flug zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, kamen bei dem tragischen Unglück ums Leben.
Das brennende Kleinflugzeug vom Typ De Havilland Beaver DHC-2 war auf einem Rangierbahnhof im Hafenbereich im Stadtteil Veddel aufgeschlagen. Bei den Toten handelt es sich unter anderem um einen 14-jährigen Jungen, der den Geburtstags-Rundflug mit seinem Vater angetreten hatte. Der Vater sowie der Pilot überlebten das Unglück und wurden mit schweren Verbrennungen ins Spital geflogen. Der Pilot habe nach dem Absturz den Rettungskräften noch etwas sagen können, berichteten Helfer vor Ort. Möglicherweise sei ein technischer Defekt verantwortlich für das Unglück. Um die Angehörigen der Opfer kümmerten sich Psychologen. Die Feuerwehr war mit 75 Einsatzkräften vor Ort. Experten des deutschen Bundesamtes für Luftfahrt waren auf den Weg nach Hamburg. Die Maschine war unter dem Namen «Himmelsschreiber» vom City-Sporthafen nahe der Überseebrücke aus regelmässig zu Rundflügen über die Hansestadt gestartet. Die Beaver DHC-2 de Havilland konnte bis zu sieben Passagiere befördern. Die Rundflüge zeigten jeweils 20 Minuten lang aus 600 Metern Höhe den Hafen und die Stadt.
