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Oö: Wallerner Feuerwehrleute unterstützten E.S.E.P.A in Griechenland

Wallern (Oö) / Griechenland: Mit dem Ziel, die griechische Hilfsorganisation E.S.E.P.A. bei der Bekämpfung von Waldbränden zu unterstützen sind wir, Zauner Klaus, Pilsner Mario, Rachbauer Martin, Kastl Patrick, am 10.08.2006 von Linz/Hörsching nach Thessaloniki aufgebrochen.

Dort gelandet, wurden wir von einem Kameraden aus dem Camp freundlich empfangen und ins 2 Stunden entfernte Camp nach Rizomata gefahren. Noch am gleichen Tag haben wir die Ausrüstung, die uns die nächsten 14 Tage begleiten sollte, zur Verfügung gestellt bekommen.

Die ersten Tage unseres Aufenthaltes verliefen aufgrund niedriger Waldbrandstufe (Stufe 2 von 5) ruhig. Unserer Schulung zur Entstehung, Vorbeugung und Bekämpfung von Waldbränden durch den Campleiter und Gründer von E.S.E.P.A., Nikos Sachinidis, stand dadurch nichts im Weg. Die Ausbildung gliederte sich in theoretischen Unterricht und praktischen Einsatzübungen. Die Gefahr eines ausbrechenden Waldbrandes erhöhte sich in den nächsten Tagen durch die zunehmende Hitze, die bis 47° Celsius stieg. Erste Patroullienfahrten wurden durchgeführt.

Am 18.08.2006 wurde E.S.E.P.A. dann zur Bekämpfung ausgebrochener Waldbrände in der Nähe von Athen alarmiert. So machte sich der Löschzug alarmmäßig auf den Weg. Die Anfahrt war beschwerlich, da uns ein anstrengender Tag bevor stand und die Fahrt der ungefähr 500 km langen Strecke mit den Einsatzfahrzeugen ca. 10 Stunden dauerte. Nachdem wir in den Morgenstunden ankamen, war das Feuer unter Kontrolle und abgelöscht worden. Nach dem Ausruhen der Mannschaft kehrten wir nächsten Tag ins Camp nach Rizomata zurück. Lange sollte die nächste Alarmierung nicht ausbleiben.

Einen Tag nach der Rückkehr aus Athen wurde der Löschzug nach Chalkidiki zur Unterstützung ausgebrochener Feuer alarmiert. Welches Ausmaß dieses Feuer haben sollte, konnten sich die ausgerückten Kameraden noch nicht vorstellen.
„Es sah aus wie nach einem Krieg“, „Asche flog vom Himmel wie nach einem Vulkanausbruch“, „Existenzen wurden bis auf die Grundmauern vernichtet“, „Wie bei einer Sonnenfinsternis war die Stimmung durch die Aschenwolke nach dem Sonnenaufgang“ – so schilderten uns die Kameraden ihre Eindrücke. Noch bis zum Abend sollte der Einsatz dauern. Nach der Rückkehr aus dem Inferno stand auch schon die Heimreise an.

Neues Wissen und viele Eindrücke über das griechische Feuerwehrwesen und die Mentalität der Menschen haben wir mitnehmen können. Freundschaften über unsere Grenzen hinaus wurden geschlossen.
Wir gratulieren und bedanken uns bei E.S.E.P.A. für die vorbildliche Arbeit eine freiwillige Hilfsorganisation wie man sie bei uns kennt aufzubauen, um Menschen in Not, schnell und schlagkräftig Hilfe zu leisten.

FF Wallern

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