Technisch

Oö: Hubschrauberabsturz in St. Florian am Inn fordert 2 Menschenleben

St. Florian am Inn (Oö): Hunderte Besucher des Tages der offenen Tür beim Flugplatz Suben mussten entsetzt mitansehen, wie am 10. September 2006 ein zweisitziger Hubschrauber abstürzte. Beide Männer starben.

Über die Unglücksursache herrscht noch Unklarheit. Sicher war nur, dass das Fluggerät des Typs Robinson R 22 bereits am Vormittag gestartet war und nahe des Flugplatzes Suben ins Trudeln geriet. „Dann drehte sich der Hubschrauber um die eigene Achse und stürzte kerzengerade zu Boden“, sagte der Einsatzleiter der Polizei, Winfried Parzer.

Offiziell wurde gestern davon ausgegangen, dass es sich bei den beiden Hubschrauberinsassen um Fluglehrer und -schüler handelte, die auf einem Schulungsflug unterwegs gewesen waren. Hartnäckig hielt sich jedoch auch das Gerücht, dass die beiden vom Fluggerät aus Luftbilder geschossen haben sollen.

Angeblich wollte der Pilot, Karl-Heinz Schagerer (41), aus St. Georgen im Attergau mit seiner Maschine in Suben landen, um den Hubschrauber aufzutanken. Deshalb wird auch nicht ausgeschlossen, dass die Absturzursache fehlender Sprit gewesen sein könnte. Möglich ist aber auch, dass der Hubschrauber einen technischen Defekt hatte, und sich deshalb um die eigene Achse drehte. Die Robinson R 22 stürzte gegen 15 Uhr in den Lindetwald im Flugplatzbereich Suben, Gemeindegebiet St. Florian/Inn.

Zwei Jugendliche, die zu diesem Zeitpunkt mit ihren Mopeds im Wald unterwegs waren, fanden das Hubschrauberwrack und lotsten die Polizei- und Rettungskräfte zur Absturzstelle. Die Helfer konnten dort den Piloten schwer verletzt aus dem völlig zerstörten Fluggerät bergen. Schagerer wurde ins Klinikum nach Passau gebracht, wo er kurze Zeit später verstarb. Auch für den zweiten Hubschrauberinsassen kam jede Hilfe zu spät. Er wurde in dem Wrack eingeklemmt und dürfte auf der Stelle tot gewesen sein. Die Identität des Mannes, der erst in den Abendstunden, nach Freigabe durch die Fluguntersuchungskommission, aus dem Hubschrauber-Wrack geborgen werden konnte, stand noch nicht fest.

Eine Fluguntersuchungskommission wurde zur Klärung der Ursache angefordert. Die Polizei sperrte deshalb das Gelände weiträumig ab.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert