Technisch

Nö: Kaminofenexplosion in Hinterbrühl forderte 1 Menschenleben

Hinterbrühl (Nö): Die Explosion eines Kaminofens hat am Vormittag des 10. Oktober 2006 in Hinterbrühl, Bezirk Mödling, ein Todesopfer gefordert.

Um 9.30 Uhr langte die Notrufmeldung bei der Feuerwehr-Bezirksalarmzentrale Mödling ein, die Feuerwehr Hinterbrühl wurde alarmiert. Am Einsatzort, ein Einfamilienhaus in einer Nebengasse, fand die Feuerwehr eine Situation vor, die an die Explosion einer Bombe erinnerte. Der Stahleinsatz des Ofens war von der Wand weggerissen worden, die Ummauerung aus Ytong-Steinen war in ihre Bestandteile aufgelöst. Der Fußboden war mir Mauerbrocken übersät.

Der 55-jährige slowakische Hausarbeiter – er ist seit vielen Jahren für die Familie des Grundstückeigentümers tätig – wurde bei der Explosion des Ofens schwerst verletzt. Eineinhalb Stunden lang kämpften Notarzt und Sanitäter, unterstützt von Feuerwehrleuten, um das Leben des Mannes – vergeblich. Der Kaminofen soll seit zwei Tagen beheizt worden sein. Heute Vormittag wollte man den noch heißen Ofen ausräumen. Die Feuerwehr und der an der Einsatzstelle anwesende Rauchfangkehrermeister gehen davon aus, dass durch das Öffnen der Kamintür Frischluft in den Ofen gelangte, wodurch es zur explosionsartigen Durchzündung der im Ofen angesammelten Rauchgase kam. Der Hausarbeiter wurde von wegfliegenden Trümmern am Kopf und am Oberkörper getroffen. Eine weitere Person – ein Student – blieb unverletzt.

Die Feuerwehr Hinterbrühl war mit neun Mann und zwei Fahrzeugen mehr als zwei Stunden lang im Einsatz. Das Landeskriminalamt NÖ hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

BFK Mödling
FF Hinterbrühl

Update: Info von der FF Hinterbrühl: Einige der oben Berichte beschreiben die zuerst vermutete Ursache, die Durchzündung in Folge der Sauerstoffzufuhr. Im Zuge der weiteren Ermittlungen zeigte sich jedoch ein zu hoher Duck im Wasserkessel als wahrscheinliche Ursache.

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