Brand

Oö: Bauernhausgroßbrand in Hörsching

Hörsching (Oö): Am frühen Morgen des Montag, 4. Dezember 2006, wurden ab 01.10 Uhr ingesamt neun Feuerwehren zu einem Kamin- und Heizanlagenbrand in Hörsching
alarmiert.

Bereits bei der Anfahrt in Richtung Bundesstraße 1 war ein heller Feuerschein zu erkennen. Nach Überquerung der Bundesstraße wurde das volle Ausmaß des Brandes ersichtlich – das Wirtschaftsgebäude eines Bauernhofes stand im Vollbrand. Die Einsatzleitung teilte die FF Oftering dann im Einsatzabschnitt Nord für die Wasserversorgung ein. Über einen Unterflurhydranten wurden RLF Freiling und Tank 1 Traun gespeist. In den Spitzenzeiten wurden insgesamt 5 C-Rohre, 1 HD-Rohr und 1 B-Rohr durch den ergiebigen Hydranten mit Wasser versorgt – eine Literleistung von 1600 l/min!

Das Wirtschaftsgebäude war nicht mehr zu retten, beim Wohngebäude konnten die Einsatzkräfte den Dachstuhlband rechtzeitig löschen und so eine schwerere Beschädigung des Wohntraktes verhindern. In den Morgenstunden sind die verbliebenen Einsatzkräfte dabei, mit maschineller Unterstützung die großen Heu- und Strohvorräte herunterzuräumen und abzulöschen, da diese immer noch glosen.

Dem Brand vielen laut Angaben aus dem Radio 15 Schweine und 100 Truthähne zum Opfer.
135 Feuerwehrkameraden waren im Einsatz…

FF Oftering

Bericht der Oö. Nachrichten:
HÖRSCHING. Im Gehöft des Landwirts Johann Eder (52) in Rutzing wüteten gestern stundenlang die Flammen. Sechs Zuchtschweine, fünf Ferkel und 100 Puten verendeten. Der Hof ist nun unbewohnbar.

„Es sind so viele hilfsbereite Leute gekommen, der ganze Ort ist auf den Beinen. Ich bin selbst bei der Feuerwehr, wie mein Vater und mein Sohn auch, aber allein kannst nix tun“, sagte Eder gestern Vormittag den OÖN: „Jetzt wird mir das wahre Ausmaß erst langsam richtig bewusst.“
Der 52-Jährige hatte sich kurz nach ein Uhr Früh ins Bett gelegt, als er plötzlich die Sirene hörte. „Ich habe sofort meine Eltern hinausgebracht. Da hat das ganze Haus schon gebrannt“, sagt Eder. Das Feuer war an der Nordseite des Wirtschaftstrakts ausgebrochen. „Die Ursache ist noch unklar, vielleicht ein elektrischer Defekt. An Brandstiftung glaube ich nicht“, sagt der Hausherr. Die Flammen hatten schon teilweise auf das Wohnhaus übergegriffen, als die 128 Feuerwehrleute mit 23 Fahrzeugen eintrafen.

Feuer im Stall: Acht Zuchtschweine und 30 Ferkel konnten sie noch aus dem brennenden Stall retten. Alle anderen Tiere verendeten. „Am Donnerstag hätten wir den ersten Schlachttag gehabt, für das Weihnachtsgeschäft. Aber das Wichtigste ist doch, dass meiner Familie nichts passiert ist“, sagt Eder.
Noch am Vormittag mussten Feuerwehrmänner Glutnester im Heu mit Baggern entfernen. Das Wohnhaus ist nicht benutzbar. „Der Dachstuhl ist abgebrannt. Wir müssen jetzt schauen, dass wir möglichst schnell ein neues Dach bekommen“, sagt Eder. Seine Frau Gabriele (49), sein Sohn (26) und er werden bis dahin bei Freunden wohnen. „Mein Bruder nimmt meine Eltern mit nach Wien. Der Vater ist schon 83 Jahre alt. Ihn hat das sehr mitgenommen“, sagt der Landwirt. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.

Oö. Nachrichten

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