Ktn: Heiße Asche in Karton gelagert – Brand ausgebrochen
Villach (Ktn): Der Leichtsinn eines Wohnungsmieters hätte fast zu einem Brand in einem Mehrparteienhaus in Villach geführt. Er hatte heiße Asche in einem Pappkarton gelagert, eine Nachbarin bemerkte Rauch und rief die Feuerwehr.
Zwei Minuten nach der Alarmierung war die Feuerwehr Villach bei der Wohnung, aus der der Rauch kam. Der Wohnungsmieter kam nur kurz vor der Feuerwehr an und öffnete die Tür. Die Feuerwehrmänner trauten nach eigenen Angaben ihren Augen nicht: Der Mieter hatte heiße Asche in einem Pappkarton „zwischengelagert“. Durch die Resthitze der Asche brannte die Schachtel bald licherloh, der Rauch zog ins Stiegenhaus. Oberhalb der Schachtel befand sich auch noch die Garderobe der Wohnung, an der Kleidungsstücke hingen. Zum Glück fand das Feuer in der Wohnung keine weitere Nahrung und erstickte von seblbst. Ausreichendes Lüften in der Wohnung reichte als Maßnahme.
Laut Harry Geissler von der HFW-Villach war dem Mieter die Gefahr nicht wirklich bewusst, er verstand die ganze Aufregung nicht, hatte er doch gedacht, die Asche sei kalt und es würde schon nichts passieren. Doch damit hatte er sich und vor allem die Mitbewohner im Haus massiv gefährdet. Vier Fahrzeuge mit 20 Mann der Feuerwehr Villach waren im Einsatz. Mit Kosten für den Einsatz muss der Mann aber nicht rechnen, es sei ja kein Vorsatz im Spiel gewesen, sagt Geissler. Da die Feuerwehr Villach aber eine Freiwilligentruppe sei, seien solche vermeidbaren Einsätze natürlich belastend und ärgerlich. Man müsse auf jeden Fall ausrücken, denn bei den modernen Wohnungen schließen die Türen oft so dicht, dass sich die Wohnung dahinter schon im Vollbrand befinden könnte und im Stiegenhaus würde man nur leichten Rauch wahrnehmen.
