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Brasilien: Wohl keine Überlebenden nach Tunneleinsturz

Brasilien: Nach dem Tunneleinsturz in der brasilianischen Millionenstadt Sao Paulo haben Rettungskräfte das ganze Wochenende fieberhaft nach Verschütteten gesucht. Es gibt jedoch kaum noch Hoffnung, die Vermissten in dem riesigen Krater lebend zu finden.

Der Tunnel war am Freitag, dem 12.1.2007, bei Bauarbeiten an einer U-Bahn-Station eingestürzt. Vermutlich zwei Fußgänger und ein Kleinbus mit fünf Insassen sowie ein Lkw-Fahrer waren mitsamt weiteren Fahrzeugen in das bis zu 40 Meter tiefe Loch hinabgerissen worden. Über die genaue Zahl der Opfer, die unter Tonnen von Erde, Asphalt und Beton begraben wurden, bestand Unklarheit.

Weder die Stadtverwaltung noch Vertreter des städtischen Nahverkehrs konnten die Zahl der Vermissten bestätigen. Ein Fuhrunternehmer sagte, der Bus sei mit einem Ortungssystem ausgestattet, das Signale aus dem Krater sendet. Eine Schwester des Busfahrers erhielt eine Stunde nach dem Unglück einen telefonischen Hilferuf, dann sei der Kontakt jedoch unterbrochen worden.

Nach Angaben des Bürgermeisters von São Paulo, Gilberto Kassab, waren die Bergungsarbeiten am Sonntagnachmittag in der Endphase. Bis dahin wurden bereits rund 2.000 Tonnen Erde und Schutt aus dem Krater geräumt, dessen Durchmesser etwa achtzig Metern betrug. Die Retter setzten Spürhunde ein.

Die Suche nach den Vermissten ging nur langsam voran, weil die Gefahr bestand, dass der Untergrund weiter absackte. Dutzende Häuser in der Nähe des riesigen Lochs, in den auch mehrere an der Straße geparkte Fahrzeuge stürzten, wurden evakuiert. Eine der Hauptverkehrsstraßen der Metropole musste gesperrt werden.

Salzburger Nachrichten

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