Technisch

Nö: Sturm in Matzendorf, Schwarzau und Strasshof

Matzendorf / Schwarzau / Strasshof (Nö): Gegen „Olli“ war „Kyrill“ bei uns ja fast ein laues Lüfterl! Um 7: 45 wurde die Freiwillige Feuerwehr Matzendorf zum ersten Sturmeinsatz des 29.1.2007 gerufen.

Es handelte sich um mehrer Bäume die durch den Sturm umgeknickt wurden und auf dem Zaun bzw. der Straße lagen. Im Laufe des Vormittages wurden insgesamt 12 sturmbedingte Einsätze abgehandelt. So drohte ein Baum auf eine Terasse mit Verglasung zu fallen.

Ein weitere Baum wurde nur noch durch ein paar Äste davon abgehalten, eine Gartenhütte unter sich zu begraben. Ebenfalls drohte ein Baum die örtliche Telefonleitung zu kappen. Mit 2 Fahrzeugen und der Unterstützung der Gemeindearbeiter konnten alle drohenden Gefahren abgewandt werden.

Sturmeinsätze in Schwarzau/Stfd.
Um 06:09 Uhr traf der erste von sieben Alarmen für die FF Schwarzau/Stfld. in der Bezirksalarmzentrale ein. Der Sturm „Olli“ erreichte in unserer Region Geschwindigkeiten von rund 120 km/h und verursachte zahlreiche Schäden.
1) Beim ersten Einsatz stürzte auf der Trifstraße ein Baum auf ein fahrendes Auto und blockierte somit die Fahrbahn. Der Baum wurde anschließend zerkleinert und die Straße wieder freigemacht.
2) Kurz nach der Rückkehr vom ersten Einsatz wurde die FF Schwarzau/Stfld. zur Unterstützung der FF Föhrenau in die Erlacher Straße alarmiert. Hier war ebenfalls ein Baum auf ein fahrendes Auto gestürzt. Doch bei der Ausfahrt kam es zu dramatischen Szenen im FW-Haus. Einige Sturmböen hoben einen Teil des Daches vom Kohlebunker rund 20cm in die Höhe und rissen es teilweise aus der Verankerung. Zeitgleich wurden einige Dachziegel auf das RLFA 2000 katapultiert und schlugen neben der Fahrertür ein. Verletzt wurde – Gott sei Dank – niemand. Einige Kameraden rückten anschließend zum Einsatz nach Föhrenau aus und die Restlichen sicherten das Dach im FW-Haus.
Bei Ankunft in der Erlacher Straße kurz vor Föhrenau bot sich den Mitgliedern der FF Schwarzau/Stfld. folgendes Bild: Ein Baum lag quer über beide Straßenspuren und begrub unter sich ein Auto, in beiden Fahrtrichtungen war bereits ein kleiner Stau entstanden. Die Kameraden der FF Föhrenau waren bereits anwesend und sicherten den Einsatzort ab. Zusammen mit der FF Föhrenau begann man nun, den Baum systematisch zu zerkleinern. Die Arbeiten bei diesem Einsatz erwiesen sich als äußerst schwierig, da man hier so gut wie keinen Schutz vor dem Sturm hatte und weitere Bäume umzustürzen drohten. Leider traf genau dieses Szenario ein. Denn 5m bzw. 45m neben dem Einsatzort knickten zwei Bäume in der Mitte und blieben auf der Straße liegen. Abermals konnte man von Glück reden, dass es hier keine Verletzten gab.

Nachdem der Pkw befreit werden konnte, verbrachte die FF Schwarzau/Stfld. das Fahrzeug zum FW-Haus der FF Föhrenau, und rückte anschließend wieder ins FW-Haus ein.
3) Währenddessen einige Kameraden beim Einsatz in Föhrenau beschäftigt waren, wurde die FF Schwarzu/Stfld. auf die B54 – Höhe Guntrams alarmiert. Hier galt es, einen umgestürzten Baum von der B54 zu entfernen.
4) Kurz nachdem die Mitglieder vom Einsatz auf der B54 zurückkehrten, mussten sie bereits wieder ausrücken. Zwei Bäume waren vom Sturm entwurzelt worden und anschließend auf ein Haus gestürzt. Die beiden Bäume sorgten für einige Arbeit, denn sie mussten zuerst von den Ästen befreit und anschließend mit dem Kranfahrzeug vom Haus gehoben werden.
5) Nach den ersten 4 Einsätzen konnte die FF Schwarzau/Stfld. eine Stunde im FW-Haus verschnaufen, ehe es galt Bäume, die umzustürzen drohten, auf der Triftstraße zu entfernen.
6) Nachdem der 5. Einsatz erledigt worden war, musste man einen umgestürzten Baum von einer Gartenhütte entfernen. Bei diesem Einsatz wurden ebenfalls die Äste vom Baum entfernt und danach konnte man den Stamm von der Gartenhütte heben.
7) Nach fast sechs Stunden Dauereinsatz musste man ein vom Sturm verwehtes Gewächshaus bergen und wieder sicher auf den Boden zurückholen. Sturmböen hatten es aus der Verankerung gehoben und es zwischen Gartenzaun und Hausmauer verklemmt.

FF Schwarzau/Stfd.

Sturmeinsätze in Strasshof:
Am Montag den 29.01.2007 war unsere Feuerwehr wieder schwer gefordert: Aufgrund des Sturmwetters am Montag morgen und Vormittag mussten wir innerhalb von zwei Stunden zu insgesamt vier Einsätzen ausrücken. Begonnen hat alles um 06:27 Uhr als wir unsere Nachbarfeuerwehr Wartmannstetten unterstützten. Auf der Landeshauptstraße Richtung Neunkirchen war eine 15 Meter hohe Fichte über die Straße gefallen. Unglücklicherweise passierte dies knapp vor einem Fahrzeug. Der Lenker konnte trotz Vollbremsung den Zusammenstoß nicht verhindern. Zuerst wurde die Fichte in ihre Einzelteile zerlegt und im Anschluss daran das Fahrzeug geborgen. Gott sein Dank wurde niemand verletzt.

Als wir gerade einrückten kam um 07:20 Uhr die nächste Alarmierung. An der Penker Forststraße wurden mehrere Bäume vom Sturm geknickt die die Fahrbahn blockierten. Nach Absicherung und Entfernung der Bäume konnte die Straße nach einer Stunde wieder freigegeben werden.
Fünfzehn Minuten nach Beendigung dieses Einsatzes, nächster Alarm um 08:45 Uhr. In unserer Ortschaft wurden Teile des Daches am Haus eines unserer Kameraden vom Sturm abgedeckt. Nach einiger Zeit konnte das Dach wieder in Ordnung bzw. gesichert werden. Zu guter Letzt mussten wir bei der Einrückung in Feuerwehrhaus feststellen, dass sowohl auf dem Dach des Feuerwehrhauses als auch am angrenzenden Stadl eines weiteren Kameraden eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Dachziegel fehlten. Als Zugabe war im angrenzenden Garten auch noch ein riesiger Obstbaum umgelegt worden. Da wir aufgrund der vorangegangen Einsätze ja schon geübt waren, konnten wir auch diese Schäden ohne Schwierigkeiten bereinigen. Im Schnitt mit 10 Mann und unseren KLFA und MTF hatten wir um 12:30 ca. 60 Mannstunden geleistet.

FF Strasshof

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