Nö: Schwere Schäden bei Sturm „Olli“ in Guntramsdorf und Schwechat
Guntramsdorf/Schwechat (Nö): In den frühen Morgenstunden des Montag, 29. Jänner 2007, richtete der Sturm „Olli“ in Guntramsdorf mehr Schäden an, als der Orkan „Kyrill“ vor wenigen Tagen.

Binnen 9 Stunden wurde die FF Guntramsdorf zu nicht weniger als 16 Einsätze im Gemeindegebiet von Guntramsdorf gerufen.
Der schwerste Schaden war bei einer Firmenhalle an der Laxenburgerstraße zu verzeichnen, wo der Sturm fast das ganze Dach zerstört hatte und Totalschaden entstand. Da der Sturm immer weitere Teile auf die Straße zu schleudern drohte, musste die Laxenburgerstraße für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Erst in den frühen Morgenstunden gelang es, die Dachteile zum Teil unter Einsatz einer Seilwinde soweit zu sichern, dass sie weder für die Laxenburgerstraße noch für die in der Nähe vorbeiführende Südautobahn eine Gefahr darstellten.

Großer Schaden entstand auch an einem Geschäftslokal in der Mödlingerstraße, wo der Sturm Teile der Fassade und eine Werbetafel losgerissen hatte, wodurch auch eine Auslagenscheibe in Bruch gegangen war. Mit Unterstützung der Drehleiter der FF Wr. Neudorf wurden weitere lose Teile geborgen. Die Auslagenscheibe konnte provisorisch abgedichtet werden.
Die weiteren Einsätze betrafen lose Dachziegel, lose Blechteile, weggerissene Lichtkuppeln, einen abgebrochenen Ast sowie die Fehlauslösung einer automatischen Brandmeldeanlage.
Insgesamt waren gleichzeitig bis zu 25 Feuerwehrmänner/Frauen mit 5 Fahrzeugen der FF Guntramsdorf 10 Stunden zur Schadensbehebung im Einsatz.
Sturmeinsätze in Schwechat und Umgebung
In der Sturmnacht vom 28. zum 29. Jänner musste die Feuerwehralarmierungszentrale in Schwechat 26 mal die Feuerwehren aus den Abschnitten Schwechat Stadt und Land alarmieren. Die FF Schwechat Mitte musste bereits gegen 21.00 Uhr zu einem abgerissenen Balkongeländer ausrücken. Die kürzlich bezogenen Wohnungen in der Brauhausstraße in Schwechat wurden Opfer des Windes. Der Wind hatte das Balkongeländer der Dachterrasse aus der Verankerung gerissen. Es hing nun herunter und drohte komplett abzureissen und noch schwerere Schäden zu verursachen. Die Männer der FF Schwechat Mitte sicherten das Geländer mittels zweier Arbeitsleinen, schnitten das Geländer mit dem Trennschleifer ab und ließen es gesichert zu Boden.
Kurz vor Mitternacht stürzte ein Baum am Ufer des „Kalten Ganges“ im Schlosspark um und fiel auf die gegenüber abgestellten Fahrzeuge.

Zwei Autos wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Mittels Kettensägen wurde der Baum zerkleinert. Große Stücke wurden mit dem Kran des Wechselladerfahrzeuges von den zertrümmerten Autos gehoben und am Straßenrand abgelegt.
Am Montag Vormittag riß in der Engelgasse/Wienerstraße eine Ampelaufhängung. Mittels Hubsteiger wurde die Ampel demontiert.
