Nö: Geschenktes Feuerwehrfahrzeug nicht bezahlt – Anwälte sind am Zug
Tullnerbach (Nö): Der Wirbel rund um ein „geschenktes“ „Feuerwehrauto ist noch immer Thema: Jetzt versucht man, mittels Anwälten zu einer Einigung zu kommen.
Seit dem 9. September 2006 – dem Tag, an dem das versprochene Einsatzfahrzeug beim Feuerwehrfest am Wienerwaldsee der FF übergeben wurde, wartet die Firma Rosenbauer (Spezialausstatter der Feuerwehr) auf ihr Geld… Das rund 62.000 Euro teure Fahrzeug ist noch nicht bezahlt. Die Rechnung wollte eigentlich Fest-Veranstalterin Susanne Huber übernehmen, doch die hat, wie sie sagt, kein Geld.
Mittlerweile ist fast ein halbes Jahr vergangen und trotz einiger Gespräche zwischen Feuerwehr, Huber und Rosenbauer gibt es noch keine Lösung. Susanne Huber machte zwischenzeitlich der Feuerwehr den Vorschlag, das Auto zu verkaufen. Huber: „Der Feuerwehr wollt´ ich nie schaden, ganz im Gegenteil, aber das Geld kann ich leider nicht mehr auftreiben“.
Von der Firma Rosenbauer wurde noch im Vorjahr ein Anbot für eine Rücknahme des Fahrzeuges vorgelegt: Ein Wertverlust von bis zu 7000 Euro wäre das Resultat gewesen – wenn der Handel noch im Vorjahr über die Bühne gegangen wäre. Die Fronten scheinen aber jetzt verhärtet, denn die Feuerwehr besteht auf die Schenkung. Verwalter Michael Sabadello: „Wir verstehen nicht, warum Frau Huber das Abkommen gebrochen hat, nicht an die Öffentlichkeit zu gehen. Sie hat versprochen, dass die Finanzierung gesichert sei und das Geld da ist. Diese Aussage hat sie bei der Mitgliederversammlung gemacht und darauf haben wir uns verlassen.“ Rechtsanwalt Mag. Franz Karl Juraczka, der kürzlich mit Susanne Huber in die NÖN-Redaktion kam: „Bei dieser Angelegenheit ist im Vorfeld zu wenig gesprochen worden, das hat zu Missverständnissen geführt. Derzeit fungieren wir Anwälte eher als Mediatoren, holen Stellungnahmen aller Beteiligten ein und sind an einer außergerichtlichen Einigung interessiert.“
Die Feuerwehr ist anwaltlich durch Dr. Wilfried Weigert vertreten: „Die Feuerwehr hat von der Firma Rosenbauer ein Anwaltsschreiben mit einer Aufforderung zur Zahlung bekommen. Die Feuerwehr ist aber nicht der Besteller. Es wurde in einem Schreiben an Rosenbauer noch ausdrücklich vor der Auslieferung festgehalten, dass die Feuerwehr nicht der Besteller ist und das Fahrzeug nicht zahlen kann. Daher sind vorerst die Ansprüche zwischen der Firma Rosenbauer und Frau Huber zu klären.“
Prokurist Werner Zulehner von der Firma Rosenbauer dazu: „Wir haben aus den Medien von den Zwistigkeiten erfahren. Bei uns sind Feuerwehr und Susanne Huber vereint aufgetreten, ein schriftlicher Auftrag liegt allerdings nur von der Feuerwehr vor.“
