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Oö: Realistische Einsatzübung der FF Maria Neustift

Maria Neustift (Oö): Die Feuerwehr Maria Neustift führte am 9. März 2007 eine nicht alltägliche Einsatzübung durch.

Aufgrund des Neubaus des Landeskrankenhauses Steyr bot sich die Möglichkeit, in einem alten Gebäude einen Zimmerbrand zu legen und somit eine sehr realitätsnahe Einsatzübung durchzuführen. Der wichtigste Grundsatz einer erfolgreichen Übung ist, dass diese so realistisch wie möglich vorbereitet und durchgeführt wird. Das Gebäude selbst war in mehreren Punkten wie geschaffen um Situationen nachzustellen, die bei einer alltäglichen Übung schwer zu realisieren sind:

– Es konnte echtes Feuer gelegt werden, somit bietet sich vor allem für Atemschutzgeräteträger die Möglichkeit, sich an die Temperatur und die Sichtverhältnisse bei einem Innenangriff zu gewöhnen.

– Das Gebäude war mehrstöckig, das bedeutet es konnte auch ein Zimmerbrand im 2. Stock geübt werden. Daraus ergaben sich vor allem für den Einsatzleiter Herausforderungen(längerer Angriffsweg, Personenrettung wird aufwendiger, Einsatzdauer der Atemschutzgeräteträger).

– Realistische Umgebung: Da das Objekt in näherer Zukunft abgerissen wird, waren Hindernisse welche auch im Einsatz auftreten (Liftschächte, herumliegender Hausrat, verschlossene Türen) vorhanden.

– Lüftung: Da das Gebäude über ein Lüftungssystem verfügt, ist beim Einsatz eines Überdruckbelüftungsgerätes besondere Vorsicht geboten, auch aufgrund der Größe ist ein richtiges Vorgehen des Atemschutztrupps besonders wichtig um nicht das gesamte Gebäude zu verrauchen.

Insgesamt wurde die Übung drei Mal von verschiedenen Atemschutztrupps durchgeführt. Es war eine erfolgreiche Weiterbildung und Erfahrung für alle Beteiligten.

Resümee:

– Für Atemschutzgeräteträger ist eine Ausbildung mit echtem Feuer eine sehr wichtige Erfahrung. Die Situation unter Hitze, schlechter Sicht und Wasserdampf zu arbeiten muss geübt werden.

– Der lange Angriffsweg, 2. Stock Raum am Flurende muss bedacht werden. Der Atemschutztrupp muss vor allem bei der Personenrettung schnell und miteinander arbeiten, um in der begrenzten Zeit die erforderlichen Arbeiten durchzuführen.

– Der Lüftereinsatz in großen Gebäuden bringt neue Erkenntnisse mit sich. Lüftungsanlagen verteilen sehr schnell den Rauch im gesamten Gebäude. Bei der Entrauchung durch ein Stiegenhaus ist darauf zu achten, dass die Türen zu den nicht betroffenen Stockwerken und Räumen geschlossen sind, um einen optimalen Einsatzerfolg zu erzielen.

– Eine gute Kommunikation zwischen Einsatzleiter und Atemschutztrupp ist unumgänglich. Somit können vor allem wieder bei längeren Angriffswegen Geräte für den Trupp von anderen Kameraden bereitgestellt und soweit wie möglich zum Brandherd vorgebracht werden, bzw. der Abtransport der verletzten Personen vorbereitet und schnellstmöglich durchgeführt werden.

Zum Schluss können wir allen Feuerwehren empfehlen, so eine Übung durchzuführen. Die Erkenntnisse für jeden Einzelnen sind eine Bereicherung für die gesamte Feuerwehr.

FF Maria Neustift

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