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Dramatische Notlandung einer Bombardier DHC-8 in Japan

Japan: Nach einer Notlandung hat die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) vorübergehend alle Bombardier-Maschinen ihrer Flotte aus dem Verkehr gezogen. Beim Flugzeug vom Typ Bombardier DHC-8 konnte das vordere Fahrwerk nicht ausgefahren werden. Die 56 Passagiere und 4 Besatzungsmitglieder kamen mit dem Schrecken davon.

Das japanische Verkehrsministerium ordnete Dringlichkeitsinspektionen für alle Flugzeuge desselben Typs an. Die Turboprop-Maschine vom Typ Bombardier, die aus Osaka kam, kreiste rund zwei Stunden lang über dem Flughafen der westjapanischen Stadt Kochi, während die Cockpit-Besatzung versuchte, den Fehler zu beheben. Als dies nicht gelungen war, landete das Flugzeug auf dem hinteren Fahrwerk, und der Pilot liess in der Folge die Nase auf der Piste aufsetzen. «Er war offenbar ganz ruhig und hat das getan, was er gelernt hat», sagte Luftfahrt-Experte Soichi Kaji. Es sei «eine fast perfekte Landung» gewesen.

Vom Rumpf sprühten Funken, als die Maschine über die Landebahn schlitterte. Dem Piloten gelang es schliesslich, das Flugzeug sicher zum Stehen zu bringen. Rettungskräfte versprühten sofort Schaum, um einen Brand zu verhindern. Es war nicht das erste Mal, dass ANA Schwierigkeiten mit einer Bombardier-Maschine hatte. Schon im Februar 2006 gab es bei einem der in Kanada hergestellten Flugzeuge Probleme mit dem Fahrwerk, das sich schliesslich aber manuell ausfahren liess. Kurz darauf gab es zwei Notlandungen wegen eines fehlerhaften Heizsystems beziehungsweise wegen eines Problems mit einer Tür.

ANA entschuldigte sich offiziell für den jüngsten Zwischenfall und teilte mit, alle dreizehn Bombardier-Maschinen im Dienst der Fluggesellschaft blieben vorläufig am Boden, bis ein sicherer Betrieb gewährleistet sei.

Auch auf dem internationalen Flughafen von Tokio gab es am Dienstag, 13.3.2007, eine Notlandung. Ein Airbus A300 der Air Canada mit 253 Menschen an Bord musste kurz nach dem Start umkehren, weil sich eine Tür nicht ordnungsgemäss geschlossen hatte, wie eine Flughafensprecherin mitteilte.

Neue Züricher Zeitung

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