Österreich: Winter-Chaos kurz vor Frühlingsbeginn
Österreich: Dem Kalender nach ist ab morgen (21.3.) Frühling, doch der Blick nach draußen bietet ein anderes Bild. Seit Montagabend, 19.3.2007, meldet sich der Winter zurück, und das mit beträchtlichen Neuschneemengen von bis zu 50 Zentimetern im Flachland und einer meterdicken Schneedecke im Hochgebirge.
Freude macht der Zuwachs an Neuschnee auf den Bergen allein der Tourismuswirtschaft, darf sie doch auf weiße Pisten in den Osterferien hoffen.
Massive Behinderungen:In Teilen des Landes verursacht der späte Wintereinbruch seit Montagabend massive Probleme: Tausende Haushalte waren am Dienstag nach wie vor ohne Strom, auf zahlreichen Straßen herrschten weiter tief winterliche Fahrverhältnisse. Feuerwehren und Straßendienste standen im Dauereinsatz.
Chaos erst im Süden, dann im Osten: Davon war der Wochenbeginn allerdings weit entfernt: Obwohl der Wintereinbruch nicht gerade überraschend gekommen war, führten die großen Neuschneemengen erst in Südösterreich zu massiven Problemen. Am Dienstag, dem 20. März 2007, verlagerte sich der Schwerpunkt der Schneefälle und der damit einhergehenden Probleme nach Osten.
Tausende Haushalte ohne Strom: In Kärnten entspannte sich die Situation am Dienstag langsam. In der Früh waren trotzdem weiterhin rund 40.000 Haushalte wegen Leitungsschäden ohne Strom. Die Autobahnverbindungen konnten jedoch wieder für den Verkehr freigegeben werden, nachdem in der Nacht Tausende Autofahrer für Stunden in kilometerlangen Blechkolonnen festgesessen waren.
Zwischenzeitlich waren bis Dienstag außerdem rund 2.500 Haushalte in der West- und Obersteiermark und Graz-Umgebung ohne Strom.
Umgerissene Bäume, blockierte Straßen: In Vorarlberg hielten die starken Schneefälle in der Nacht ebenfalls die Einsatzkräfte auf Trab. Umgestürzte Bäume und festsitzende Fahrzeuge blockierten auch dort zahlreiche Straßenverbindung. Die Feuerwehren waren Dienstagfrüh immer noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Mehrere Straßen blieben außerdem wegen Lawinenwarnungen gesperrt.
Behinderungen im Burgenland: Im Burgenland kam es ebenfalls zu Verkehrsbehinderungen infolge umgestürzter Bäume und örtlicher Stromausfälle.
In Wien und Oberösterreich hielten sich die Behinderungen dagegen, wie bisher auch, in Grenzen.
Rekordmengen an Neuschnee: Zum Teil brachte der späte Wintereinbruch rekordverdächtige Mengen. Sie reichten von nur wenigen Zentimetern Schnee in Wien bis hin zu 40 oder 50 Zentimetern in Kärnten und Tirol und einer meterdicken weißen Decke im Gebirge. Auf dem Sonnblick fielen ganze drei Meter Neuschnee.
