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USA: Großfeuer in Stadtpark von Los Angeles

Los Angeles (USA): Ein Buschfeuer hat am Dienstag, dem 8. Mai 2007, (Ortszeit) in einem Stadtpark von Los Angeles mehr als einen Quadratkilometer Land verwüstet. Ermittler vermuten, dass es von Brandstiftern gelegt wurde.

Wie die „Los Angeles Times“ berichtete, bekämpften über 160 Feuerwehrleute auf dem Boden und fünf Löschhubschrauber die Flammen. Bis zum Abend war der Brand erst zu knapp einem Drittel eingedämmt. Der Brand in der Griffith-Parkanlage breitete sich rasch aus. Dichter Rauch stand über Los Angeles. „Das trockene Unterholz und die Hitze schaffen gefährliche Bedingungen“, sagte Feuerwehrchef Mario Rueda.
Die Polizei untersuchte Hinweise, wonach eine auf einem Golfplatz weggeworfene Zigarette den Brand auslöste. Der Verursacher versuchte offenbar noch, das Feuer zu löschen, und erlitt dabei schwere Brandverletzungen. Der 20-jährige Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt weiter auch in Richtung von Brandstiftung. Das Gebiet von Los Angeles erlebt derzeit eine für die Jahreszeit ungewöhnliche Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 36 Grad.
Der Park ist ein beliebtes Ausflugsziel mit Wander- und Reitwegen, Golfplätzen und Freizeiteinrichtungen, auch der Zoo von Los Angeles und die Sternwarte Griffith liegen hier. Letztere war einer der Schauplätze des Films „… denn sie wissen nicht, was sie tun“ („Rebel Without a Cause“) mit James Dean von 1955. Der Griffith-Park liegt zwischen Hollywood und dem San-Fernando-Tal.

Zerstört wurde durch das Feuer unter anderem Dante’s View, ein beliebter Garten mit Picknickplätzen. „Unser Sicherheitspersonal ist durch den Zoo gegangen und hat allen Besuchern gesagt, dass wir evakuieren“, sagte ein Sprecher des Zoos. Insgesamt seien 1.300 Besucher betroffen gewesen. Etwa 1.000 Tiere seien dagegen mit ihren Pflegern und Tierärzten zunächst im Zoo zurückgeblieben. Die weitere Ausbreitung des Feuers werde genau beobachtet.Über 1.000 Haushalte waren ohne Elektrizität, da durch das Feuer einige Stromleitungen unterbrochen wurden.

Erst Ende März hatte ein Feuer in den Hügeln der Filmmetropole die Bewohner aufgeschreckt. Die Flammen waren dicht an ein Haus nahe den Warner-Filmstudios und an den berühmten Hollywood-Schriftzug herangekommen. Nach einem regenarmen Winter herrscht in Südkalifornien bei ungewöhnlich trockenen Bedingungen erhöhte Brandgefahr.

Österreichischer Rundfunk

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