Oö: Feuerwehr-Initiative gegen Alkoholmissbrauch
Oberösterreich: Künftig sollen Feuerwehrfeste im Salzkammergut gesittet über die Bühne gehen. Strenge Ausweiskontrollen und billige alkoholfreie Getränke sind dabei nur Teil eines ganzen Konzepts.
Keine Alkoholexzesse
Beim Feuerwehrfest in Scharnstein und Kirchham hat der Alkohol-Leitfaden wie die Feuerwehr das neue Konzept nennt, bereits gegriffen. Es wurde gefeiert, Alkoholexzesse – vor allem jüngerer Besucher – hat es aber nicht gegeben.
Armband als Ausweis
Das hat wesentliche Gründe: Das Alter der Festgäste wird genau kontrolliert. Wer zwischen 14 und 16 ist, bekommt ein Armband. Das signalisiert jenen hinter der Bar: Für diesen Gast gibt es höchstens Apfelsaft, aber kein Bier. Auch die 16 bis 18-Jährigen werden mittels Armband gekennzeichnet, sie dürfen zwar Alkohol konsumieren, aber nichts Hochprozentiges. Auch Leichtbier mit weniger Alkohol kann man bei den Feuerwehrfesten kaufen.
Keine ganzen Flaschen
Ganze Flaschen wie etwa Wein in Liter oder Doppellitermengen werden überhaupt nicht ausgegeben.
One-Way-Ticket fürs Fest
Damit das Fest auch nicht am Parkplatz stattfindet, wo sich ja gerade jüngere Besucher gern zurückziehen, um Hochprozentiges zu tanken, gibt es auch nur ein so genanntes One-Way-Ticket.
Anzeige für Bierzeltraufer
Das heißt: Wer einmal eine Eintrittskarte kauft, kann nicht beliebig oft ein- und ausgehen. Die Feuerwehren im Bezirk Gmunden wollen übrigens auch eisern gegen Bierzeltraufer vorgehen. Wer schlägert wird ausnahmslos angezeigt. Damit es aber gar nicht so weit kommt, sind heuer auch erstmals private Sicherheitsdienste bei den Feuerwehrfesten im Einsatz.
