Technisch

Oö: Suche nach Ertrunkenem im Pleschinger See

Steyregg (Oö): Ein Badegast des Pleschinger Sees hat am Nachmittag des 27. Mai 2007 eine Person beobachtet, die offensichtlich um sich geschlagen hat und den Anschein erweckte, als würde sie anschließend ertrunken sein.

Die örtliche Wasserrettung führte erste Suchmaßnahmen durch und verständigte zur Verstärkung auch die Taucher der Berufsfeuerwehr Linz. Während die Froschmänner der Linzer BF einen Tauchgang vorbereiteten, wurden auch die Taucher des Stützpunktes 1 alarmiert, so dass weitere Kräfte von der Betriebsfeuerwehr Voest sowie den freiwilligen Feuerwehren Aschach, Alkoven und Eferding sowie des Landes-Feuerwehrkommandos an den Pleschinger See anrückten.

Mit dem Einsatz von Taucher in größerer Anzahl konnte auch die Effizienz der Suche deutlich gesteigert werden. So wurde eine Kette von 15 Tauchern gebildet, die im Radialsuchverfahren (also eine Kreissuche) die vermutete Stelle absuchten. Für die Taucher nicht einfach, denn der Untergrund des Sees gestaltet sich in diesem Bereich nicht einfach: Aufgrund der durchgeführten Baggerungen in diesem Bereich stellt der Seegrund eine Art Kraterlandschaft dar, in der sich zusätzlich auch noch zahlreiche Bäume befinden. Nicht nur, dass dabei die Sichtverhältnisse zwischen 50 cm und drei Meter variieren, auch die wechselnden Tiefenverhältnisse sind für die Froschmänner nicht einfach. Tiefenveränderungen von einen halben bis über einen Meter in dieser geringen Wassertiefe stellen auf die Ohren der Feuerwehrleute unter Wasser ebenfalls eine entsprechende Belastung dar (Wasserdruck). In tieferen Tiefen wirken sich diese Änderungen nicht mehr so gravierend aus, als wie im vorliegenden Fall bei geringerer Tiefe.

Trotz des Radialsuchverfahrens, mit dem somit rund ein Durchmesser von 100 Metern erreicht werden konnte, wurde keine ertrunkene Person gefunden und die Suche somit abgebrochen.

Da am Sonntagabend rund um den Pleschingersee keine Kleidungsstücke übrig blieben und es auch keine Vermisstenmeldung gibt, wurde die Suchaktion am Montag nicht fortgesetzt.

Berufsfeuerwehr Linz
Freiw. Feuerwehr Alkoven
Freiw. Feuerwehr Aschach

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