Nö: Unwetter fordert den Einsatz von 250 Feuerwehren
Niederösterreich: Niederösterreich ist am Donnerstagnachmittag, 21. Juni 2007, von schweren Unwettern heimgesucht worden. Nahezu landesweit standen 250 Feuerwehren im Einsatz: Es gab umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer sowie Auspumparbeiten an Häusern.
Die Unwettersituation in Niederösterreich entspannte sich allmählich gegen 19.00 Uhr, trotzdem sind noch Tausende Feuerwehrmänner im Einsatz. Verletzte gab es nach letzten Informationen keine, allerdings sind noch viele umgestürzte Bäume zu beseitigen und die dadurch bedingten Schäden zu reparieren.
Transportkran umgestürzt: In Mödling stürzte ein Transportkran im Bereich der Südbahn zum Teil um, im Transportkorb befand sich ein Mann, der zwar unverletzt blieb, um ihn bergen zu können, musste allerdings die Oberleitung der Bahn abgeschaltet werden. Verspätungen von bis zu 60 Minuten waren die Folge. Am frühen Abend wurde ein Gleis der Südbahn wieder freigegeben.
Einschränkungen im Eisenbahnverkehr: Laut ÖBB-Konzernsprecher Thomas Berger gab es Behinderungen auf der Süd- und Westbahn, auf der Franz-Josefs-Bahn und auf den Schnellbahnlinien S2 und S3. Hauptgrund waren in Fahrleitungen gestürzte Bäume.
Auf der Westbahn sorgte ein Baum bei Rekawinkel für eine etwa 45-minütige Streckenunterbrechung. Auch hier wurde der Betrieb in der Folge eingleisig wieder aufgenommen. Auf der Franz-Josefs-Bahn stand der Verkehr im Abschnitt Heiligenstadt – Absdorf ebenso still wie auf der Abzweigung Absdorf – Stockerau, berichtete der ÖBB-Sprecher. Unterbrochen waren außerdem die S2 im Abschnitt Gerasdorf – Mistelbach und die S3 von Jedlersdorf bis Korneuburg.
Flugverkehr vorübergehend eingestellt: Die schweren Unwetter führten auch zu Verzögerungen im Flugverkehr. Auf dem Flughafen Schwechat war von 17.01 bis 17.35 Uhr kein Landen und Starten möglich. „Die Austro Control hatte den gesamten Flugverkehr auf Grund der Wettersituation eingestellt“, berichtete Flughafen-Sprecherin Brigitta Pongratz. Da die Unterbrechung in die Abendspitzen fiel, kam es zu zahlreichen Verzögerungen. Die Verspätungen dauerten bis zu eine Stunde.
Wohnhausbrand in Amstetten: Ein Wohnhausbrand wurde im Bezirk Amstetten gemeldet. Laut Feuerwehrsprecher Thomas Neuhauser könnte dieser durch einen Blitzschlag hervorgerufen worden sein. Die genaue Ursache ist aber noch nicht geklärt.
Betroffen: St. Pölten, Tulln, Baden: Als von Regenfällen und Gewittern betroffene Bezirke nannte Neuhauser St. Pölten, Lilienfeld, Tulln, Baden, Wr. Neustadt und Korneuburg.
Das Unwetter zog gegen 17.30 Uhr ostwärts in Richtung Weinviertel oder den Bezirk Wien-Umgebung. Die größten Probleme für die Einsatzkräfte gab es laut Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta im Raum St. Pölten.
Vor allem der Sturm machte Probleme: Von Westen her zogen die schweren Gewitter über das südliche Niederösterreich. Neben stellenweisen Hagelschauern sorgte vor allem der Sturm für Verwüstungen.
