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Nö: Schwere Unwetter im Bezirk Baden – Feuerwehren im Dauereinsatz

Baden (Nö): An den letzten beiden Tagen zogen schwere Unwetter über den Bezirk Baden. Unzählige Feuerwehren standen im Einsatz um die Schäden zu beseitigen.

Donnerstag 21. Juli 2007

Nachdem auch das angekündigte Unwetter in Österreich auch am Donnerstag, den 21. Juni 2007, über den Osten von Niederösterreich fegte, standeninnerhalb kürzester Zeit 27 Freiwillige Feuerwehren des Bezirkes Baden mit ca. 300 Feuerwehrleuten im Dauereinsatz.

Galt es vorwiegend umgestürzte Bäume und herab fallende Äste und Stromleitungen von Straßen, auf Autos oder von Gebäuden zu entfernen. Aber auch alles was nicht fest mit dem Boden verankert war flog bei Sturmböen bis zu 120 km/h durch die Gegend. Zum Beispiel war das Zelt des Erdbeerlandes in Traiskirchen-Möllersdorf betroffen oder ein Großraumzelt in Hochstrass. Auch in der Stadt Baden, mussten die 3 Freiwilligen Feuerwehren in Einsatz gehen.

Auch in der Stadt Baden waren vorwiegend umgestürzte Bäume oder herabstürzende Äste zu bearbeiten. Dabei riss auch in einigen Straßenzügen die Stromleitungen der Beleuchtung ab.

Im Satdtgebietvon Baden: Erzherzog Wilhelm Ring, Umfahrung B210, Allandgasse,Sauerhofgasse, mehrere im Verlauf der Helenenstraße Parkplatz vis a vis Feuerwehr (Helenenstraße),Braitnerstraße,Mozartstraße, Holzrechenplatz, Habsburgerstraße, Vöslauerstraße,Isidor Trauttzelstr.,

Die Besetzung der Bezirksalarmzentrale Baden wurde zwischen 17:00 Uhr bereits verstärkt worden, um die laufenden eingehenden Notrufe bzw. Einsätze abwickeln zu können. Über 50 Einsätze mussten von den 27 Freiwilligen Feuerwehren (Altenmarkt, Baden-Stadt, Baden-Leesdorf, Baden-Weikersdorf, Bad Vöslau; Blumau, Ebreichsdorf, Enzesfeld, Furth, Heiligenkreuz, Hochstraß, Klausen Leopoldsdorf, Leobersdorf, Mitterndorf, Möllersdorf, Oberwaltersdorf, Oeynhausen, Reisenberg, Seibersdorf, Tattendorf, Traiskirchen, Tribuswinkel, Trumau, Teesdorf, Pottendorf, Pottenstein und Weissenbach) zwischen 16:47 Uhr und 20:27 Uhr abgearbeitet werden.

Die tatsächliche Einsatzzahl liegt aber höher, da viele Einsätze direkt den Einsatzkräften vor Ort von der Bevölkerung übermittelt werden.

Freitag 22. Juli 2007

Erneut kam es am Freitag, den 22. Juni 2007, zu einem Unwetter über mehreren Teilen von Österreich. Fast zur gleichen Zeit wie bereits am Vortag zog die Unwetterfront auch wieder über den Bezirk Baden hinweg.

Wieder standen zahlreiche Freiwillige Feuerwehren des Bezirkes Baden im Dauereinsatz und in der Bezirksalarmzentrale Baden langten ständig Notrufe von der um Hilfe suchenden Bevölkerung ein.

Dieses Mal mussten nicht nur umgestürzte Bäume und herab fallende Äste beseitigt werden, sondern durch starken Hagel (Hagelkörner mit einem Durchmesser bis zu 3,5 cm) legten den Verkehr auf zahlreichen Haupt- und Durchzugsstraßen lahm bzw. legen die Abwasserkanalisation still.

Und durch den darauf folgenden Starkregen standen plötzlich viele Straßenzüge unter Wasser. Besonders schlimm hat es den Ort Neuhaus im Triestingtal getroffen.
Hier musste die Feuerwehr, auf einer Länge von ca. 3km auf der B11, Vermurrungen und Überflutungen beseitigen. Sogar das eigene Feuerwehrhaus, welches teilweise von den Wassermassen überflutet wurde, musste auspumpt werden.
Ebenso war die Landesstraße 4004 zwischen Schwarzensee und Neuhaus von Vermurrungen betroffen. Hier lag auch Zentimeter hoch Laub auf der Fahrbahn und behinderte massiv den Straßenverkehr. Die örtliche Feuerwehr wurde dabei von der Straßenmeisterei mit zwei Kehrmaschinen unterstützt. Zwischen ca. 18:00 Uhr und 21:00 Uhr mussten 8 Einsätze im Ortsgebiet abgearbeitet werden.

In der Stadt Baden und Umgebung (Sooss, Bad Vöslau, Tribuswinkel, Oeynhausen,…) ging ebenfalls ein zwar kurzer aber doch massiver Hagelniederschlag nieder. Auch hier waren die Hagelkörner Zentimeter groß. Begleitet wurde dieser wieder mit starken Windböen.

Die Gemeinden Trumau, Oberwalterdorf und Ebreichsdorf wurden ebenfalls von dem Unwetter heimgesucht. Hier kam es teilweise zu extremen Straßenverhältnissen. Hagelkörner bedeckten die Fahrbahnen und der anschließende Starkregen mit Windböen setzte auch komplette Straßenzüge unter Wasser. Durch die Verlegung der Abwasserkanalisation durch herabfallendes Laub und Hagel, konnten die plötzlichen Wassermassen nicht abgeleitet bzw. aufgenommen werden und füllten einige Keller.

Zwischen 17:30 Uhr und 21:00 Uhr standen 16 Freiwillige Feuerwehren (Bad Vöslau, Baden-Stadt, Baden-Leedsdorf, Baden-Weikersdorf, Ebreichsdorf, Gainfarn, Günselsdorf, Klausen Leopoldsdorf, Neuhaus, Oberwaltersdorf, Oeynhausen, Seibersdorf, Sooss, Tribuswinkel, Trumau, Weigelsdorf) mit ca. 240 Feuerwehrleuten bei über 50 Einsätzen im Dauereinsatz.

Ein eventueller Personenschaden ist nicht bekannt, aber der Sachschaden ist teilweise beträchtlich.

Anmerkung:

Auch Feuerwehrleute die zu den Einsätzen mit ihren Privatfahrzeugen in die Feuerwehrhäuser einrückten, um der Bevölkerung zu helfen, blieben vom Hagel nicht verschont. Mehrere Privat Pkws wurden in Neuhaus dabei stark beschädigt. Auch das auf einem Parplatz abgestellte Fahrzeug eines Kameraden der Feuerwehr Baden-Stadt wurde von einem anderen Pkw beschädigt. Als der Lenker dieses Pkws auf regennasser Fahrbahn, in einer Kurve grade aus weiter, in den abgestellten Pkw rutschte

Fotos: Bildstelle AFKDO Baden

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