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Nö: Frage des Abschleppens von Unfallfahrzeugen – Wer darf, wer nicht?

Niederösterreich: Auf Landes- und Bezirksebene wird Lösung gesucht, wer verunfallte Kraftfahrzeuge abschleppen darf. Landesfeuerwehrkommandant Buchta lobt gute Gesprächsbasis.

Schon seit Monaten arbeitet eine hochrangige Arbeitsgruppe rund um Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta an einem Leitfaden, der helfen soll, dass Zusammenwirken von 95.000 Feuerwehrleuten, 5000 Exekutivbeamten und 2700 Mitarbeitern der Straßenmeistereien bei Einsätzen auf der Straße weiter zu optimieren. Vergangene Woche wurden im Feuerwehr-Zentrum in Tulln die ersten Ergebnisse der Arbeitsgruppe präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Darunter auch ein strittiges Thema: Wer darf in Niederösterreich wann und wo abschleppen? In der Vergangenheit hatten die Abschleppunternehmen der Feuerwehr immer wieder vorgeworfen, sich in ihr Gewerbe einzumischen. Nun sucht man eine Lösung. Gesprächen zwischen Feuerwehr-, Gewerbe- und Behördenvertretern auf Landesebene folgen nun ähnliche Runden auf Bezirksebene.

Polizeioberst Ferdinand Zuser betont, dass bei Gefahr in Verzug die Feuerwehr alarmiert werden müsse. Der Abschleppdienst sei in allen anderen Fällen zu rufen. Zuser: „Oft sind aber die Grenzen, was ist retten, löschen, bergen, schwimmend.“ Heinz Schierhuber, Fachgruppenobmann für das Güterbeförderungsgewerbe, betont: ,“Gott sei Dank gibt es die Feuerwehr, aber wir Betriebe beschäftigen Menschen und zahlen Steuern. Wir müssen doch die Chance zum Überleben haben.“

Abschleppdienste beharren auf ihre Zuständigkeit
Spartensprecher Josef Haudek schlägt in dieselbe Kerbe: „Man muss wissen, wo fängt die Zuständigkeit an und wo hört sie auf. Wenn heute ein Auto wegen Schnee in den Straßengraben rutscht, dann sind wir zuständig.“ Wie Schierhuber lobt aber auch Haudek die gute Gesprächsbasis mit Feuerwehr und Behörden. „Solche Gespräche sind jahrelang nicht zustande gekommen.“
Bis Ende des Jahres sollen in allen Bezirken die Gespräche abgewickelt sein und konkrete Vereinbarungen vorliegen. Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta: „Ich bin zuversichtlich, dass wir eine gute Lösung finden werden.“

Niederösterreichische Nachrichten

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