D: Technische Hilfeleistung -> Einsatzübung in Krelingen

Krelingen (D): Am vergangenen Wochenende führte die Freiwillige Ortsfeuerwehr Krelingen am Wendehammer der Behelfsauffahrt zur A 27 mit 15 Aktiven eine Ausbildung zum Thema Technische Hilfeleistung durch.
Die Ehrenamtlichen, die mit zwei Fahrzeugen anrückten, befassten sich mit den Themen hydraulisches Rettungsgerät wie Schere, Spreizer und Rettungszylinder, Rettungsmethoden und -taktiken, neue Fahrzeugtechnologien, Raumordnung an der Einsatzstelle, Stresstraining, patientengerechte Rettung, Abstützen und Stabilisieren von verunfallten Fahrzeugen sowie dem Rettungsablauf und der Reihenfolge. Als Lagen fanden die Helfer einen Unfall mit drei Pkws und insgesamt fünf Verletzten vor, davon zwei Kinder. Bei der Kollision von zwei Pkws war ein Kind unter den Beifahrersitz gerutscht, ein Verletzter hing über Kopf im Fahrzeug, welches auf dem Dach liegend auf einem zweiten Auto zum Stehen gekommen war. Ein drittes Fahrzeug, besetzt mit einem Erwachsenen und einem Kind, war von der Straße abgekommen und an einem Hang zum Stehen gekommen.

Hier mussten vor der Rettung erst einmal Zuwegungen durch das Gebüsch geschaffen und das Fahrzeug gegen weiteres Abrutschen gesichert werden, bevor die Verletzten befreit werden konnten. Unfallzeugen berichteten von einem vierten Opfer, das sich aber weder im Fahrzeug noch an der Unfallstelle aufhielt, sein Verbleib war unbekannt. Somit mussten die Einsatzkräfte nach ihm suchen, was die verfügbaren Kräfte bei den Rettungsarbeiten einschränkte. Als weitere Gefahrenquelle arbeitete der Übungsleiter ein, dass es sich bei einem Pkw um einen Elektro-, bei einem weiteren um einen Gasantrieb handelte – beides erforderte von den Einsatzkräften eine besondere Taktik.

Ebenfalls musste auf die viele Airbags geachtet werden, die für die Freiwilligen eine besondere Gefahr bedeuten, da sie noch nicht ausgelöst hatten. Nachdem alle Verletzten gerettet und die vermisste Person gefunden wurde, folgte eine gemeinsame Nachbesprechung. Sowohl der Übungsleiter wie auch die eingesetzten Kräfte waren sich sicher, viel gelernt zu haben. Das wird im Ernstfall dazu führen, den Bürgern in Not noch effektiver helfen zu können.
