Frankreich: Ein Todesopfer und über 40 Verletzte bei Gasexplosion in Paris
Paris (Frankreich): Bei einer Gasexplosion in einer Pariser Vorstadt ist am Dienstag, 30. Oktober 2007, mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Mehr als 40 Menschen wurden bei dem Unglück in Bondy im Nordosten der französischen Hauptstadt verletzt, einige von ihnen schwer. Drei Gebäude wurden schwer beschädigt.
Die verkohlte Leiche des Todesopfers wurde im Keller eines Restaurants gefunden, wie Rettungskräfte mitteilten. Der Zustand von neun Verletzten sei sehr ernst, sagte die französische Innenministerin Michèle Alliot-Marie in Bondy. Sie hatte sich mit Premierminister François Fillon zur Unglücksstelle begeben.
Die Explosion im Zentrum der Kleinstadt hatte sich am frühen Nachmittag ereignet. Offenbar hatte ein Bagger bei der Installation von Gasleitungen die Rohre getroffen. Über den Gasrohren hätten sich meterhohe Flammen gebildet, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung. Drei angrenzende Gebäude seien schwer beschädigt worden. Besonders schwer getroffen wurde ein Restaurant, in dem zahlreiche Gäste beim Mittagessen sassen. Ein Bauarbeiter habe die Gäste noch aufgefordert, die Fenster zu schliessen und die Zigaretten auszumachen, berichteten Augenzeugen.
Kurz darauf habe die Druckwelle der Explosion das Gebäude getroffen. Einige Menschen seien brennend auf die Strasse gelaufen. Zahlreiche Augenzeugen erlitten einen Schock und wurden psychologisch betreut. Rund 150 Feuerwehrleute schafften es am späten Nachmittag, den Brand zu löschen.
