Brand

Deutschland: Reetgedecktes Fachwerkhaus in Buxtehude in Vollbrand

Buxtehude (Deutschland): Am späten Samstagabend, 17. November 2007, gegen 23:30 Uhr geriet in Buxtehude-Neukloster an der Bundesstraße 73 ein reetgedecktes Fachwerkhaus aus bisher ungeklärter Ursache in Brand.

Der Inhaber eines direkt daneben gelegenen Restaurants hatte das Feuer bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Aufgrund der Lage des Hauses und der damit verbundenen Gefahr für die umliegenden Häuser wurden sofort sieben Ortswehren der Stadt Buxtehude alarmiert, die mit allen vier Löschzügen und ca. 180 Feuerwehrleuten anrückte.

Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehrleute konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser, die ebenfalls teilweise mit Reet gedeckt sind, verhindert werden, das ca. 10 x 20 m große Gebäude konnte jedoch nicht gehalten werden. Es brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Das Feuer war nach ersten Erkenntnissen im Dachbereich ausgebrochen und hatte sich dann in dem Strohdach ausgebreitet. Als die ersten Feuerwehrleute aus Neukloster nach kurzer Zeit an der Einsatzstelle eintrafen, qualmte es bereits aus dem gesamten Dachbereich. Sicherheitshalber wurden der Umweltzug und der Atemschutzcontainer des Landkreises mit alarmiert, um die Gefährlichkeit des starken Qualms zu messen sowie die unter schwerem Atemschutz arbeitenden Einsatzkräfte mit frischen Atemschutzflaschen zu versorgen.

Eine Gefahr durch den Rauch bestand für Anwohner jedoch nicht, giftige Dämpfe wurden nicht freigesetzt. Löschwasser konnte die Feuerwehr neben den Hydranten aus dem nur wenige Meter entfernten Neukloster See entnehmen und direkt an die Einsatzstelle pumpen. Mit einem Bagger mussten Teile des Hauses abgetragen werden, damit das Feuer abgelöscht werden konnte. Das seit Anfang des Jahres leer stehende, zum Verkauf stehende Gebäude eines 55-jährigen Eigentümers aus Buxtehude wurde bei dem Feuer vollständig zerstört, nach ersten Schätzungen von Polizei und Feuerwehr ist von einem Schaden von ca. 250.000 Euro auszugehen.

Die Bundesstraße 73 musste für die Zeit der Brandbekämpfung von 23.30 Uhr bis in die frühen Morgenstunden gegen 07:00 Uhr voll gesperrt werden. Die Nachlöscharbeiten werden heute noch bis noch bis ca. 13:00 h andauern. Bis auf einen Feuerwehrmann, der mit einer Fußverletzung ins Elbeklinikum Buxtehude eingeliefert werden musste, brauchte der Rettungsdienst, der zeitweise mit bis zu fünf Rettungswagen an der Brandstelle eingesetzt war, nicht eingreifen. Insgesamt waren fasst 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Stadt Buxtehude die ganze Nacht im Einsatz.Brandspezialisten der Polizeiinspektion Stade und des Polizeikommissariates Buxtehude werden Anfang der Woche die Ermittlungen zur genauen Brandursache vor Ort aufnehmen.

Freiw. Feuerwehr Buxtehude

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