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Bgld: 42 Chemikalien- und 168 Strahlenschutzanzüge an Feuerwehren übergeben

Eisenstadt (Bgld): Bedingt durch die Verlagerung der „Schengen“-Grenze an die EU-Außengrenze im Osten und dem damit ständig steigenden Verkehrs- und Transitaufkommen werden die burgenländischen Feuerwehren verstärkt zu Gefahrguteinsätzen alarmiert.

Um bei diesen Einsätzen die Sicherheit der Feuerwehrmitglieder zu gewährleisten, wurden für die zehn Gefahrgut-Stützpunktfeuerwehren – nach umfangreichen Tests – 42 Chemikalienschutzanzüge angekauft.

Da aber auch Unfälle mit strahlendem Material abzudecken sind, wurden den sieben Strahlenschutz-Stützpunkfeuerwehren 168 Stück sogenannte Einweg-Partikelschutzan¬züge und Vollschutzfiltermasken, die gegen eine Kontamination mit radioaktiven Stoffen schützen, übergeben.

Im Rahmen des Gefährliche-Stoffe-Lehrganges und des Strahlenschutzlehrganges am 30. November 2007 haben Landeshauptmannstellvertreter Mag. Franz Steindl als zuständiger Feuerwehr-Referent und Landesfeuerwehrkommandant Ing. Manfred Seidl die Chemikalienschutzanzüge an die sieben Bezirksstützpunktfeuerwehren Eisenstadt, Neusiedl am See, Mattersburg, Oberpullendorf, Oberwart, Güssing und Jennersdorf, den Stützpunkt-feuerwehren mit gefährliche Stoffe-Ausrüstung Bernstein und Pinkafeld sowie dem Landesfeuerwehrkommando übergeben.

Die Chemikalienschutzanzüge der Schutzstufe III, Type Trellchem VPS, bieten für die Einsatzkräfte der Feuerwehr in Kombination mit schweren Atemschutzgeräten bei Gefahrguteinsätzen den bestmöglichen Schutz.

Die Feuerwehren des Gefahrgutzuges Burgenland Nord, stationiert in Eisenstadt, und Burgenland-Süd, gebildet von den Feuerwehren Oberwart und Pinkafeld, sind zusätzlich mit den entsprechenden Einsatzfahrzeugen (Gefährliche-Stoffe-Fahrzeug und Körperschutzfahrzeug) ausgerüstet. Sie unterstützen die Stützpunktfeuerwehren mit den auf den GSF-Fahrzeugen vorhandenen Spezialgeräten und Gefahrgutpumpen bei Unfällen mit gefährlichen Stoffen bzw. bei Notentleerungen von Tankfahrzeugen, hier vor allem an den Grenzübergängen Nickelsdorf, Kittsee und Heiligenkreuz, auf Anforderung der Bezirkshauptmannschaften bzw. der Polizei.

„Wir hatten in den letzten Wochen wöchentlich mindestens einmal einen Großeinsatz mit gefährlichen Stoffen, wo es für unsere Feuerwehren der Gefahrgut-Stützpunkte galt, ganze Tankwagenzüge mit hochgiftigen Chemikalien umzupumpen“, sagte LBD Ing. Manfred Seidl.

Die Strahlenschutzausrüstung wurde den Stützpunktfeuerwehren Hornstein, Purbach, Schattendorf, Pinkafeld, Schachendorf, Rudersdorf-Berg und Eisenstadt zur Verfügung gestellt.

„Den Ankauf der Chemikalien- und Strahlenschutzanzüge im Gesamtwert von Euro 125.500,- haben wir aus Mitteln des Katastrophenfonds-Bund finanziert. Dies ist eine wichtige Investition in die Sicherheit unserer Feuerwehrmitglieder, da die Gefahrguteinsätze nicht leichter, sonder immer komplexer und komplizierter werden“, führte LH-Stv. Feuerwehrreferent Mag. Franz Steindl bei der Übergabe der 210 Schutzanzüge an die Stützpunktfeuerwehren aus.

Landes-Feuerwehrverband Burgenland

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