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Schweiz: Lebensmüder Betrunkener von 50 Meter hohem Kran gerettet

St. Gallen (Schweiz): Ein verzweifelter und stark betrunkener Mann ist in der Nacht auf Donnerstag, 27. Dezember 2007, in St. Gallen von einem 50 Meter hohen Kran gerettet worden. Laut einer Meldung der Stadtpolizei St. Gallen hatte eine Kollegin den Mann kurz nach Mitternacht bei der Polizei als vermisst gemeldet.

Der Mann hatte die Kollegin vom Mobiltelefon aus angerufen und angekündigt, er stehe hoch oben und wolle sich in die Tiefe stürzen.

Die Polizei habe zunächst nicht gewusst, wo der offenbar stark betrunkene Mann war, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Nach einem zweiten Telefongespräch fand die Kollegin heraus, dass der Mann auf einen 50 Meter hohen Kran bei einer Baustelle im Osten der Stadt St. Gallen geklettert war. Wegen Dunkelheit und Nebel habe man die Gestalt auf dem Kran jedoch nicht gesehen. Die Polizei habe aber mit dem Mann telefonieren und ihn orten können. Der 37-Jährige habe zur Zeit große Probleme in der Familie und am Arbeitsplatz.

Nach längeren Gesprächen willigte der Mann ein, dass ein Polizist und ein Feuerwehrmann zu ihm auf den Kranausleger kletterten. Rund zwei Stunden nach der Vermisstmeldung kletterte der Mann in Begleitung der Helfer hinunter. Er wurde vor Ort von der Sanität betreut und zuerst ins Kantonsspital St. Gallen eingeliefert. Danach überwiesen die Ärzte ihn in eine psychiatrische Klinik. Der Mann hatte 1,8 Promille Alkohol im Blut.

Neue Züricher Zeitung

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