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Deutschland: Ein Toter bei Explosion an Tankstelle in Piding

Piding (Deutschland): Offensichtlich eine Verpuffung auf dem Gelände der ehemaligen Tankstelle Piding Nord kostete am Dienstag, dem 29.1.2008, gegen 09.00 Uhr einen 35-Jährigen das Leben. Der Arbeiter war mit der Reinigung eines 150.000 Liter Dieseltanks beschäftigt…

… und wurde durch eine Explosion etwa 60 bis 70 Meter über die Autobahn A8 auf die Fahrbahn in Richtung Salzburg geschleudert. Der Mann dürfte sofort tot gewesen sein.

Einen Toten und einen schwer Verletzten forderte ein Unfall auf der aufgelassenen Tankstelle Piding Nord an der Autobahn A8 in Fahrtrichtung München. Durch eine Gasverpuffung explodierte ein 150.000-Liter-Dieseltank, ein Arbeiter wurde 70 Meter weit geschleudert und war sofort tot.

Tank explodierte bei Reinigung: Die Tankstelle Piding Nord war wegen des Neubaues der Rastanlage Hochfelln Nord abgetragen. Eine Münchener Firma sollte nun die Dieseltanks reinigen, dazu wurde der 150.000 Liter Dieseltank geöffnet. Plötzlich kam es zu einer Verpuffung, die mit einem lauten Knall einherging. Einer der Arbeiter wurde durch die Wucht der Explosion in die Luft geschleudert. Er fiel über die Autobahn A8 und blieb auf der Fahrbahn Richtung München liegen. Der 35-jährige Münchener dürfte sofort tot gewesen sein.

Österreicher bei Auffahrunfall schwer verletzt: Der Lenker eines Lkw-Zuges konnte sein Fahrzeug noch vor der auf die Fahrbahn gefallenen Person zum Stehen bringen, ein nachfolgender Pkw-Fahrer konnte nicht mehr ausweichen und prallte gegen die Leitplanken. Der Österreicher wurde dabei schwer verletzt und mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Traunstein geflogen. In Folge des plötzlichen Rückstaus ereigneten sich noch einige Auffahrunfälle ohne Verletzte.
Die Autobahn A8 wurde im Bereich des Unglücksortes total gesperrt. Eine Umfahrungsstrecke wurde eingerichtet. Die Sperrung war wegen der Gefahr des Austritts weiterer Dämpfe nötig und dauerte etwa vier Stunden an. Die Anschlussstelle Bad Reichenhall in Fahrtrichtung München ist nach wie vor geschlossen.

52 Feuerwehrleute im Einsatz: Die örtliche Feuerwehr führte fortlaufend Messungen durch, es bestand aber zu keiner Zeit eine ernsthafte Gefährdung für die Anwohner.
Die Kriminalpolizei Traunstein hat die Ermittlungen zu diesem Vorfall aufgenommen. Ein Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamtes wurde hinzugezogen. Die Ursache, die zu dieser Verpuffung führte, ist noch nicht gefunden. Am Ereignisort waren die Feuerwehren aus Piding und Bad Reichenhall mit 52 Kräften eingesetzt. Außerdem befanden sich vier Rettungswagen des Roten Kreuzes mit einem Notarzt vor Ort. Eine Spezial-Firma aus dem Landkreis Altötting unterstützte ebenfalls die Arbeiten.

Folgeunfall im Stau: Im Rückstaubereich kam es noch zu einem schweren Auffahrunfall: Ein 23-jähriger Niederösterreicher übersah das Stauende, rammte auf der rechten Fahrspur die linke Heckseite einens Lkw, touchierte noch einen VW Golf auf der linken Fahrspur und schleuderte in die Mittelleitplanke. Der Unfallverursacher mußte von der Feuerwehr aus dem Fahrzeugwrack befreit werden. Er wurde nach Erstversorgung durch Notarzt und BRK-Helfer mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Bad Reichenhall geflogen. Der Lkw-Fahrer und die Golf-Fahrerin blieben unverletzt.

Salzburger Nachrichten

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