Bgld: Rätselraten um Einbrüche bei Feuerwehren -> Kooperation mit Polizei
Burgenland: Innerhalb weniger Stunden sind im Februar 2008 im Burgenland zwei Feuerwehrhäuser aufgebrochen und verwüstet worden. Das Überraschende daran: In beiden Fällen wurde nichts gestohlen.
Zwei Einbrüche – eine Vorgangsweise: In beiden Fällen sind Unbekannte widerrechtlich an die Schlüssel für die Feuerwehrhäuser in Bad Sauerbrunn und Klingenbach gelangt und haben Schränke und Türen aufgebrochen. Stefan Wild von der Feuerwehr Klingenbach hat den Einbruch entdeckt.
„Nichts gestohlen“: Das komische an der Geschichte sei, dass überhaupt Nichts gefehlt habe. Der Täter habe zwar einen Kasten aufgemacht, in dem ein Laptop und eine Videokamera im Wert von mehreren hundert Euro gelegen habe – er habe aber beide Gegenstände zurückgelassen, sagte Posch.
Was wollten die Einbrecher? Wild geht davon aus, dass sich die Einbrecher auf der konkreten Suche nach einem Gegenstand gemacht haben, aber nicht fündig geworden sind. Auch in Bad Sauerbrunn wurde nichts gestohlen, bestätigt Roland Posch, Pressereferent der Feuerwehren des Bezirks Mattersburg.
Auch in Bad Sauerbrunn nichts: „Unseren Informationen nach gibt es einige Parallelen. Auch wir haben vorerst nicht gewusst, ob Geräte entwendet worden sind – auch wir haben Computeranlagen und diverse technische Geräte im Feuerwehrhaus. Aber der Täter hat nichts davon mitgenommen“, sagte Posch.
Alarmbereitschaft wegen Einbrecher: In beiden Fällen hat die Polizei ihre Spurensuche abgeschlossen, die Suche nach den Einbrechern läuft. Und auch seitens der Feuerwehren ist man nicht untätigt, sagte Posch. Man wolle jetzt einmal alle Feuerwehren auf den gleichen Wissensstand bringen.
Es herrscht also erhöhte Alarmbereitschaft bei den Feuerwehren – nicht nur was Einsätze im Brandfall betrifft, sonden auch im Hinblick auf zerstörerische Einbrecher.
Update vom 6. Februar: Die Serie von Einbrüchen in Feuerwehrhäuser geht weiter. Nach Bad Sauerbrunn und Klingenbach wurden Mittwochfrüh, 5. Februar 2008, Einbrüche in weitere vier Feuerwehrhäuser im Bezirk Mattersburg gemeldet. Laut Polizei wurden auch die Feuerwehrhäuser in Pöttsching, Marz, Rohrbach und Schattendorf von Einbrechern heimgesucht. In allen Fällen wurde großer Sachschaden angerichtet, gestohlen wurde wenig – etwa Geld aus der Kaffeekassa.
Nach den Einbrüchen in die Feuerwehrhäuser in Burgenland verstärkt die Feuerwehr in Zusammenarbeit mit der Polizei jetzt die Sicherheitsvorkehrungen. Das Landesfeuerwehrkommando hat ein Rundschreiben an die Ortsfeuerwehren geschickt, in dem verschiedene Sicherheitshinweise genannt werden. Unter anderem wird auch geraten, kein Bargeld in den Feuerwehrhäusern aufzubewahren.
Update per 7. Februar 2008:
Einbrüche: Feuerwehr und Polizei kooperieren
Die Einbruchserie in Feuerwehrhäuser im Raum Mattersburg – Eisenstadt reißt nicht ab, sechs Häuser sind bisher betroffen. Nun arbeitet die Feuerwehr in dieser Sache verstärkt mit der Polizei zusammen. Ziele der unbekannten Täter sind bis jetzt die Feuerwehrhäuser Klingenbach, Bad Sauerbrunn, Pöttsching, Marz, Schattendorf und Rohrbach. Die Einbrecher nahmen meist etwas abgelegene Feuerwehrhäuser ins Visier, kamen in der Nacht, brachen Türen und Schränke auf, ließen aber wertvolle Gegenstände wie Videokameras oder Flatscreens stehen und nahmen maximal etwas Bargeld mit. Die Feuerwehren haben in dieser Angelegenheit nun die Polizei um Unterstützung gebeten, sagt Martin Mittnecker vom Landesfeuerwehrverband Burgenland.
„Wir haben sie gebeten, uns Maßnahmen zu nennen, die wir sofort umsetzen können, um die Einbruchssicherheit in Feuerwehrhäuser zu verbessern. Es wurde per E-Mail sofort an die Kommandaten ausgesandt, dass sie diese Maßnahmen sofort umsetzen sollen. Weiters wurde der Einbau von Einbruchsmeldeanlagen vorgeschlagen,“ so Mittnecker. Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Bad Sauerbrunn überlegt man nun bereits konkret die Anschaffung von Überwachungskameras und einem Alarmsystem.
Die Kameraden seien nämlich auf Grund der aktuellen Vorfälle verunsichert, sagt Roland Posch, Pressereferent der Feuerwehren des Bezirks Mattersburg.
„Natürlich machen wir uns auch Sorgen, so eine Situation hat es in der Vergangenheit noch nie gegeben, dass Feuerwehrhäuser Ziel von Einbrechern waren. Klarerweise haben auch wir jetzt erste Schritte gesetzt und werden versuchen, die Gefahr zu minimieren“, so Posch.
Die Feuerwehrmitglieder ersuchen auch die Bevölkerung um Mithilfe: Auffällige Aktivitäten – etwa, wenn ortsfremde Personen sich verhalten, als ob sie das Feuerwehrhaus auskundschaften wollten – sollen der Polizei oder der Feuerwehr gemeldet werden, so Posch.
