Nö: Dachstuhlvollbrand auf Baustelle des Kulturdepots in St. Pölten

St. Pölten (Nö): Wenige Wochen nach dem Großbrand in der Firma Glanzstoff kam es am 25. Februar 2008 gegen 13.45 Uhr neuerdings zu einem Großeinsatz für die Feuerwehren aus der Landeshauptstadt.

Auf dem Rohbau der neuen Kulturdepots Niederösterreich kam es auf dem Dach zu einem Brand von Isolationsmaterial, der vermutlich durch Flämmarbeiten ausgelöst wurde und sich rasch ausbreitete. Binnen kurzer Zeit stand der gesamte Dachstuhl sowie Teile der Fassade auf der Nord- und Ost Seite in Brand. Eine dichte schwarze Rauchsäule – die weithin über der Landeshauptstadt zu sehen war – ließen auf einen Großbrand schließen. Unzählige Notrufe langten in der Alarmzentrale der Feuerwehr St. Pölten ein, umgehend wurde Großalarm ausgelöst.
Durch den Einsatzleiter (Landesfeuerwehrrat Dietmar Fahrafellner) wurde die Alarmierung von weiteren Feuerwehren veranlaßt, von der Feuerwehr Wilhelmsburg wurde die Drehleiter zur Unterstützung angefordert. Durch die teilweise starken Sturmboen war die Brandbekämpfung schwierig, da die Brandausbreitung dadurch begünstigt wurde.
Über zwei Drehleitern und die Teleskopmastbühne sowie mehrere Wasserwerfer und Löschangriffe unter Atemschutz wurde ein umfassender Außenangriff eingeleitet, der rasch Wirkung zeigte.

Da es sich weithin um einen Brand von Bitumen und Kunststofffolien handelte, wurde gesamt 1.000 Liter Löschschaum eingesetzt, welches den Löscherfolg deutlich beschleunigte.
Gegen 16.45 Uhr konnte Brand Aus gegeben werden, letzte Glutnester wurden durch mehrere Atemschutztrupps abgelöscht. Verletzt wurde bei diesem Brand niemand.
Statistik:
Eingesetzt waren die Feuerwehren: St. Pölten – Stadt (örtlich zuständig), St. Pölten – Pummersdorf, St. Pölten – Waitzendorf, St. Pölten – Wagram, St. Pölten – Spratzern, St. Pölten – St. Georgen, St. Pölten – Ragelsdorf, St. Pölten – Viehofen, Wilhelmsburg mit gesamt 131 Mitgliedern und 35 Fahrzeugen.
Sondereinsatzgeräte: Großtanklöschfahrzeug, 3 Hubrettungsgeräte (2 Drehleitern, 1 Teleskopmastbühne), Atemluftfahrzeug
Einsatzleiter: Landesfeuerwehrrat Dietmar Fahrafellner
ORF-Bericht vom 25. Februar:
Auf der Baustelle des neuen Kulturdepots in St. Pölten ist am Montagnachmittag, dem 25. Februar 2008, ein Brand ausgebrochen. Neun Feuerwehren waren mit etwa 130 Mann und 30 Fahrzeugen im Einsatz. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

Nach Angaben der Feuerwehr St. Pölten dürfte der Brand durch Flämmarbeiten am Dachboden entstanden sein, vermutlich war Dachpappe in Brand geraten. Etwa 850 Quadratmeter des Dachstuhls waren von dem Brand auf der Baustelle des Kulturdepots, gleich neben dem Landeskriminalamt in St.Pölten betroffen. Auch die Fassade des Gebäudes wurde schwer beschädigt. Für den Einsatzleiter der Feuerwehr, Dietmar Fahrafellner, haben vor allem die flammbaren Materialien und der Wind das Feuer begünstigt.
Gegen 15.20 Uhr konnte der Brand gelöscht werden, berichtete Thomas Neuhauser, NÖ Landesfeuerwehrsprecher. Bei dem Brand wurde niemand verletzt. Fünf Häuser mussten jedoch wegen der starken Rauchentwicklung evakuiert werden. Der Einsatz war in der ersten Löschphase für die Feuerwehrmänner sehr gefährlich, sagt Fahrafellner. Auf dem Dach befanden sich 24 Gasflaschen mit Flüssiggas, die jedoch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnten.
