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Stmk: Bald eine freiwillige Feuerwehr in Graz?!

Graz (Stmk): Die Grazer Berufsfeuerwehr könnte bald eine Freiwillige Feuerwehr als Unterstützung bekommen. Der schwarz-grüne Koalitionspakt sieht den Aufbau einer Freiwilligeneinrichtung vor.

FF in Graz bisher an Ferk gescheitert: Geht es nach ÖVP-Gemeinderat Kurt Hohensinner, sollen – wie schon in allen anderen österreichischen Landeshauptstädten – auch in Graz freiwillige Florianijünger ausgebildet werden. Hohensinner hatte bereits in den vergangenen fünf Jahren mehrmals Anträge im Gemeinderat zur Einrichtung einer Freiwilligen Feuerwehr eingebracht. Letztlich sei es aber immer am ehemaligen Bürgermeisterstellvertreter Walter Ferk (SPÖ) gescheitert.

Feuerwehr ist jetzt „Chefsache“: Nach der Gemeinderatswahl ist die Feuerwehr nun „Chefsache“: Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) erklärte bereits, dass nun an die Umsetzung dieser Idee gegangen werde. Laut Hohensinner mussten in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Männer und Frauen aus Graz ihre FF-Ausbildung in Umgebungsgemeinden absolvieren, da es kein derartiges Angebot in der Landeshauptstadt gibt. Weitere Interessierte hätten abgewiesen werden müssen, weil für sie kein Ausbildungsplatz vorhanden gewesen sei.

50 Freiwillige in zwei bis drei Jahren: Er könne sich vorstellen, dass schon in zwei bis drei Jahren bis zu 50 freiwillige „Florianis“ in Graz im Einsatz sein könnten. Ob sie in einer eigenen Wache stationiert, das räumliche Angebot der Berufsfeuerwehr nutzen, oder direkt in die Berufsfeuerwehr eingegliedert werden, solle in einem Arbeitskreis geklärt werden.

Kein Ersatz für Berufsfeuerwehr: Hohensinner betonte, dass es nicht um Konkurrenz oder gar Ersatz für die Berufsfeuerwehr gehe, sondern „um eine sinnvolle Ergänzung und eine Möglichkeit vor allem für junge Menschen, die mit anpacken wollen“.
Wert legte der Gemeiderat darauf, dass die Ausbildung unter dem Titel einer Freiwilligen Feuerwehr laufe, da so für die Helfer auch die Teilnahme an Wettbewerben möglich werde und Förderungen abgeschöpft werden könnten. Ein Katastrophenhilfsdienst, wie ihn die Berufsfeuerwehr begrüße, könne das eben nicht bieten.

ORF Steiermark

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