Wien: Mann auf Tunnelbaustelle eingeklemmt und getötet
Wien (12. Bezirk): „Person in Zwangslage“ lauteten am 11. März 2008 um 01.28 Uhr die Einsatzstichworte für die Kräfte der Berufsfeuerwehr Wien. Einsatzadresse war der Kreuzungsbereich Klimtgasse / Fasangartengasse.
Im Zuge der Tunnelbauarbeiten im Abschnitt Klimt ii/U9 war aus noch nicht geklärter Ursache ein Bauarbeiter irn Tunnel zwischen zwischen Baumaschinen eingeklemmt worden. Die Baumaschinen wurden bereits vor Ankunft der Feuerwehr mit vorhandenen Mitteln und einer weiteren Baumaschine auseinander gezogen und die eingeklemmte Person befreit. Vom eintreffenden Notarzt konnte jedoch nur mehr der Tod festgestellt werden. Die Person mittels einer vorhandenen Trage ins Freie verbracht und bis zum Eintreffen der Bestattung in einem geschützen Bereich abgelegt.
Einsatzende: 02.30 Uhr.
ORF-Bericht:
Bei einem tragischen Unfall in Wien-Hietzing ist in der Nacht ein 53-jähriger Arbeiter ums Leben gekommen. Laut Polizei wurde er im Lainzer Tunnel von einem Betonmischfahrzeug erdrückt.
Bei den jahrelangen Bauarbeiten für den Lainzer Tunnel hat es schon einige schwere Unfälle mit Verletzten gegeben – seit der vergangenen Nacht ist nun ein Todesopfer zu beklagen. Die Arbeiter waren in der Nähe der Klimtgasse in einem 500 Meter langen Teilstück des Tunnels beim Betonieren, als gegen 1.00 Uhr das Unglück geschah. Beim Zurückschieben seines Betonmischers übersah der Fahrer einen Arbeitskollegen. Der 53-Jährige wurde von dem Schwerfahrzeug eingeklemmt und erdrückt.
Das Opfer wurde von der Feuerwehr geborgen, der Rettungsdienst konnte jedoch nur mehr seinen Tod feststellen. Der 57-jährige Lenker des Betonmischers erlitt einen Nervenzusammenbruch und wurde in ein Spital gebracht.
Die Bauarbeiten gehen inzwischen weiter: Der Lainzer Tunnel soll in fünf Jahren fertiggestellt sein. Der 1,3 Milliarden Euro teure Eisenbahntunnel soll dann unter anderem den neuen Wiener Hauptbahnhof mit der Westbahnstrecke verbinden.
