Brand

Wien: Großfeuer im Wiener Kongressbad

Wien (16. Bezirk): Aus bisher unbekannter Ursache war es am 20. April 2008 im nördlich gelegenen Objekt des Kongressbades zu einem Vollbrand gekommen. Um 02.02 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr zu diesem Brand alarmiert.

Das betroffene Objekt mit den Abmessungen von Ca. 20m x 6m sowie die angrenzenden Objekte des Kongressbades bestehen aus einer Holzständerkonstruktion, die mit einer Holzschalung innen und außen verkleidet ist. Der Dachstuhl ist mit einer Holzschalung und einer Blecheindeckung eingedeckt. In den Objekten befinden sich Umzugskabinen, welche durch Badegäste im Sommer benutzt werden.

Bereits bei Ankunft der Feuerwehr schlugen die Flammen aus zwei straßenseitig gelegenen Fenstern im Bereich Liebknechtgasse. Der Brand wurde mit 2 Rohren im Außenangriff im Bereich des Flammenaustrittes bekämpft. Nach gewaltsamem Öffnen des Zugangstores Höhe Liebknechtgasse zum Konqressbad wurden 2 weitere Rohre für einen Außenangriff vorgenommen, um einen Brandüberschlag auf das angrenzende Objekt zu verhindern.

Parallel dazu wurde auf der Höhe Julius-Meinl-Gasse 7A mittels Wasserwerfer derDL/“HU ein Außenangriff vorgenommen. Für eine ausreichende Wasserversorgung der geführten Rohre wurde eine Zubringleitung aufgebaut.
Da der Brand bereits im Innenbereich auf das angrenzende Objekt übergegriffen hatte wurde von der Besatzung ULF/“HM ein Rohr unter Atemschutz im Innenangriff vorgenommen und der Brand bis auf Glutnester abgelöscht.

Sämtliche Türen des Brandobjektes wurden von der Feuerwehr gewaltsam geöffnet. Der F1 hatte für den betreffenden Bereich bereits ausgelöst. Um einen besseren Rauchabzug im Brandobjekt zu erzielen, mussten zwei straßenseitig gelegene Fenster (Julius-Meinl-Gasse) eingeschlagen werden. Mittels Motorkettensäge und Motorrettungssäge wurden erforderliche Öffnungen in der Dachkonstruktion sowie der Wandkonstruktion von den Besatzungen 2. RLF/“HW und 1. RLF/“ST1′ durchgeführt.

Durch die Besatzung RLF/“SPn wurden ausreichende Nachlöscharbeiten durchgeführt und sämtliche Bereiche mittels Warmebildkamera kontrolliert. Es wurden keine Glutnester mehr vorgefunden. Mittels Folienplanen wurden die eingeschlagenen Fenster sowie stirnseitige Öffnungen der Wandkonstruktion provisorisch verschlossen. Im Zuge des Einsatzes ist der verantwortliche Mitarbeiter sowie ein Techniker des Kongessbades eingetroffen. Dieser wurde über die komplette Sachlage informiert. Des weiteren wurde auch der Materialausweis übergeben.

Von der Polizei wurde die komplette Julius-Meinl-Gasse für den Verkehr gesperrt. Die Einsatzstelle wurde an den anwesenden Haustechniker übergeben, dieser wurde auch angewiesen periodische Rundgänge durchzuführen. Nachuntersuchung KDF/“Hn und 1. RLF/“HU um 06:30 Uhr.

Nachuntersuchung: Die betroffenen Bereiche mittels Wärmebildkamera kontrolliert, keine Erwärmung festgestellt.
Einsatzende: 06.53 Uhr.

Berufsfeuerwehr Wien

ORF – Bericht:
Im denkmalgeschützten Kongressbad in Wien-Ottakring hate in der Nacht auf Sonntag ein Großbrand getobt. Ein etwa 200 Meter langer Holztrakt im Nordteil des Gebäudes war in Flammen geraten, teilte die Stadt Wien mit. Die mit 60 Mann ausgerückte Wiener Feuerwehr konnte den Brand gegen 3.30 Uhr unter Kontrolle bringen. Menschen waren nicht betroffen. Die Brandursache war unklar.
Passanten hätten um 2.02 Uhr bemerkt, dass es aus zwei Fenstern an der Liebknechtgasse auf der Nordseite des Kongressbades brenne, teilte die Feuerwehr der APA an Ort und Stelle mit. Der berühmte monumentale Eingangsbereich des Freiluftbades an der Julius-Meinl-Gasse war nicht betroffen.
Die Feuerwehr gab Alarmstufe 2. Die Polizei wollte in der Früh mit der Untersuchung der Brandstätte beginnen, um die Brandursache zu klären. Teile des Kongressbads mit seinen charakteristischen rot-weißen Holzbauten aus den 1920er Jahren stehen unter Denkmalschutz. Das im Jahr 1928 eröffnete Kongressbad gilt als eines der schönsten Bäder der österreichischen Hauptstadt.

Feuer war gelegt: Nach dem Großbrand der vergangenen Nacht im denkmalgeschützten Kongressbad in Wien-Ottakring hat die Polizei die Ursache geklärt: Brandstiftung. Die Täter sind unbekannt, die Feuerwehr konnte eine größere Katastrophe verhindern.

ORF News

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