Brand

Wien: Rauchgasvergiftung bei Wohnungsbrand durch Kerze im 22. Bezirk

Wien (22. Bezirk): Ein neuerlicher Alarm zu einem Zimmerbrand erreichte die Berufsfeuerwehr Wien um 17.29 Uhr des 22. April 2008. In einer Wohnung in der Quadenstraße war Feuer ausgebrochen.

Laut Angaben der Wohnpartei war durch einen brennende Kerze Papier, welches auf dem Couchtisch im Wohnzimmer abgelegt war, in Brand geraten. Weiters gab die Wohnungsbesitzerin an, dass sie bereits das brennende Papier sowie die brennende Kerze abgelöscht hatte. Anschließend begab sie sich in die Nachbarwohnung in Sicherheit.

Bei Ankunft der Feuerwehr drang bereits Brandrauch aus den gekippten Fenstern der Wohnung. Die Wohnpartei übergab der Feuerwehr die Schlüssel zu ihrer Wohneinheit und nach Setzen des Rauchvorhanges der DL/Do wurde die versperrte Eingangstüre geöffnet. Der Entstehungsbrand im Wohnzimmer wurde vom RLF/Do mit einem Rohr unter Atemschutz abgelöscht. Vermutlich entzündete sich das Papier aufgrund von Glutnestern nochmals und setzte in weiterer Folge die Polstermöbel sowie Teile des Couchtisches in Brand. Das Brandgut wurde im erforderlichen Ausmaß auf den der Wohnung zugehörigen Balkon abgelegt. Die verrauchte Brandwohnung wurde durch Öffnen der Fenster gelüftet.

Parallel dazu wurde das Stiegenhaus von der Besatzung ULFi/Do unter Atemschutz begangen und dieses durch Öffnen der Brandschutzklappe im letzten Obergeschoss geluftet. Die Lüftungsmaßnahmen wurden durch den Hochleistungslüfter der DL/Do unterstützt. Der Brandraum wurde mittels Warmebildkamera untersucht und keine Erwärmung mehr festgestellt. Der F1 zur Brandwohnung wurde abgehoben.

Die Wohnungsinhaberin wurde zwecks Verdacht einer Rauchgasvergiftung an den eingetroffenen Rettungsdienst übergeben. Weitere Maßnahmen erfolgen durch diesen. Weiters wurde die Frau angewiesen, bis zur Sanierung der Brandwohnung diese nicht mehr für Wohnzwecke zu benützen.
Einsatzende: 18.40 Uhr.

Berufsfeuerwehr Wien

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