Brand

Wien: Wohnungsbrand im 4. Stock -> Alarmstufe II bei der BF Wien

Wien (10. Bezirk): Ein Brand im vierten Stockwerk eines Wohngebäudes löste am Nachmittag des 22. Mai 2008 einen Alarmstufe II – Einsatz der Berufsfeuerwehr Wien aus, zu dem die Feuerwehr um 15.19 Uhr alarmiert worden ist.

Aus unbekannter Ursache war im Kinderzimmer einer im 4. Stock liegenden Wohnung in der Troststraße zu einem Brand gekommen. Die im Nebenzimmer mit ihrem 5-jährigem Sohn und ihrer 5 Monate alten Tochter schlafende Wohnungsinhaberin war durch die starke Rauchentwicklung geweckt worden und konnte noch rechtzeitig mit den beiden Kindern aus ihrer Wohnung flüchten.

Verpuffung durch Türöffnung: Durch die Luftzuführung beim Öffnen der Türe war es dann zu einer Verpuffung gekommen, durch welche in weiterer Folge sowohl das Kinder- als auch das Wohnzimmer in Vollbrand gesetzt wurden. Zudem waren die Scheiben der beiden straßenseitigen Fenster auf die darunterliegende Straße geschleudert worden. Durch die Luftzugerhältnisse im Stiegenhaus war der Brandrauch aus der offenstehenden Wohnungstüre nach unten ins Erdgeschoss gedrückt worden, was letzlich zu einer vollständigen Verrauchung des Stiegenhauses führte.

Flammen aus den Fenstern: Bei der Ankunft der Feuerwehr schlugen die Flammen aus einem der straßenseitigen Fenster, zahlreiche Wohnparteien flüchteten aus dem verrauchtem Stiegenhaus bzw. riefen an den Fenstern der Straßenfront und des Innenhofes um Hilfe. Aufgrund dieser Situation wurde vom ersteintreffendem Gruppenkommandanten (Rüstlöschfahrzeug „Rudolfshügel“) parallel mit der Menschenrettung unter Atemschutz Alarmstufe 2 ausgelöst.

Massiver Löschangriff: Nach dem Eintreffen der Löschbereitschaft „Favoriten“ wurde vom Universallöschfahrzeug ein Rohr im Außenangriff über die Drehleiter vorbereitet. Um einen Brandüberschlag auf das Dachgeschoss zu verhindern wurde der Wasserwerfer des Universallöschfahrzeuges „Favoriten“ vorgenommen. Mit dieser Maßnahme konnte die Brandintensität soweit gebrochen werden, dass der Brand letzlich mit einem Rohr im Innenangriff gelöscht werden konnte. Parallel mit der Brandbekämpfung wurden die angrenzenden Wohnungen durch zwei Atemschutztrupps kontrolliert. Der Wohnungsinhaber einer Wohnung wurde unter Verwendung einer Fluchtfiltermaske aus seiner Wohnung gerettet. Sämtliche geflüchteten bzw. geretteten Personen wurden an den K-Zug der Rettung übergeben und zum größtem Teil ambulant behandelt. Die Wohnungsinhaberin der Brandwohnung und ihre beiden Kinder
wurden mit einer RauchgasvergiRung ins Krankenhaus gebracht.

Von der Löschbereitschaft „Mariahilf“ wurden jeweils die Nachbarstiegen 1 und 3 überprüft. Für die Kontrolle des Dachgeschosses mussten auf den Stiegen 1, 2 und 3 die Zugangstüren gewaltsam geöffnet werden. Das stark verrauchte Dachgeschoss wurde durch ÖfFnen der Fenster belüftet. Die Brandrauchentlüftung des Stiegenhauses erfolgte mittels Hochleistungslüfter der Drehleiter.
Einsatzende: 15.19 Uhr.

Berufsfeuerwehr Wien

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