Stmk: Topmodernes Rüstlöschfahrzeug 2000 auf Volvo für die FF Altaussee

Altaussee (Stmk): Mit der Auslieferung des in der Mindestmengenausrüstungsverordnung für Altaussee festgelegten RLFA 2000 wurde das über 30 Jahre im Dienst stehende Tanklöschfahrzeug, Fiat PC 75 abgelöst.
Mit diesem Rüstlöschfahrzeug mit 2000 Liter Wasser- und 100 Liter Schaumtank verfügt die FF Altaussee über das derzeit modernste Einsatzfahrzeug der Steiermark. Gemeinsam mit dem Aufbauhersteller Rosenbauer aus Leonding wurde das Fahrzeug für die Anforderungen einer freiwilligen Feuerwehr gemäß allen gesetzlichen Anforderungen und Vorgaben konzeptioniert. Als Fahrgestell dient ein Volvo FM 12, 400 PS, mit Allrad und Differenzialsperren sowie einem Wandler-Getriebe mit Retarder. Dies ist gerade bei freiwilligen Feuerwehren ohne Berufskraftfahrer von großem Vorteil, kann sich der Fahrer dadurch voll und ganz auf das Fahren konzentrieren.

Dieses Fahrzeug verfügt über den erstmal in Österreich ausgelieferten Lichtmast (Flexilight) der Fa. Rosenbauer, dessen Besonderheit der geringe Energieaufwand bzw. die hohe Lichtausbeute ist. Der Mast wird mittels Fahrzeugbatterie elektrisch betrieben und kann auf 8 Meter Höhe ausgefahren werden. Spezielle Einstellungen erlauben z.B. eine Suchfunktion auf 300 Meter oder aber die Beleuchtung des Unfallortes ausserhalb des eigenen Fahrzeugbereiches. Der mittels Fernbedienung justierbare Lichtmast eröffnet den Einsatzkräften ungeahnte Möglichkeiten.
Weiters wurde der Wasserwerfer (RM 15) fix aufgebaut und kann ebenfalls mit der Fernbedienung des Lichtmastes ganz gezielt gesteuert werden und ist auf die Wassermenge (1.600 lit/min) des Tankes abgestimmt. Die Reichweite des Hochdruckwerfers liegt bei 60 Metern. Wesentlich dabei ist auch, dass der Feuerwehrmann nicht auf das Dach klettern muss, dadurch ist die Absturzgefahr speziell im Winter minimiert. Mit diesem Werfer kann ohne Umbau, bzw. Zusatzausstattung auch mit Schaum gearbeitet werden.

Vom ebenfalls im Fahrzeug gelagerten Stromerzeuger werden ein Stromverteiler auf einer 30 Meter Haspel (400 Volt), zwei Tauchpumpen (1.200 lit/min) sowie der nachstehend beschriebene Rettungssatz betrieben. Versehen mit einem Holmatro-Rettungssatz wird dieses Fahrzeug auch zu Verkehrsunfällen gerufen, wobei die verschiedensten Rettungsgeräte im Aufbau untergebracht sind. Ergänzend dazu ist auch ein Vetter-Hebekissensatz untergebracht. In der Mannschaftskabine sind in drei Sitzplätzen die Atemschutzgeräte integriert und können während der Fahrt angelegt werden. Im Heck wurde eine Verkehrsleiteinrichtung untergebracht.
Am Dach wurde eine zweiteilige Leiter und eine Dachkiste montiert. In dieser sind ein Steckleitersatz, 3 Waldbrandrucksäcke sowie eine Ölwehrausrüstung gelagert.
Zu erwähnen ist auch noch ein sogenanntes Hygieneset, mit welchem eine grobe Reinigung der Ausrüstung, z.B. nach Kettensägeneinsätzen, aber auch die persönliche Reinigung vorgenommen werden kann.
An der Vorderseite ist das Fahrzeug mit einer Hochdruck-Strassenwaschanlage versehen, welche pneumatisch abgesenkt und geschwenkt werden kann.
Zur umfangreichen Ausrüstung gehören noch mehrer Funkgeräte für Feuerwehr (4m Band), Atemschutz (70cm Band), zwei Hochdruck-Schnellangriffseinrichtungen (60 und 100 m Schlauch), Überdrucklüfter, Sortimo-Kofferschrank sowie an 100 verschiedenste Werkzeuge.
Erstmalig in Österreich wurde ein Fahrzeug einer freiwilligen Feuerwehr mit einem Telematic-System ausgestattet, d.h. im Fahrzeug nimmt ein Telematic-Modul digitale Statusinformationen aus dem Can-Bus auf. Mittels dem Can-Bus System werden alle wichtigen Geräte gesteuert aber auch alle Statusfunktionen abgerufen bzw. visualisiert. Der Vorteil dieses System besteht darin, dass sämtliche Fehlermeldung sofort nach Abstellen des Fahrzeuges im Rüsthaus sowohl an die Feuerwehr als auch an den Servicedienst der Fa. Rosenbauer weitergeleitet werden. Durch gemeinsame Fehlerbehebungen können viele Kosten, welche bei der Anforderung des Servicetechnikers anfallen würden, eingespart werden. In der weiteren Ausbaustufe kann auch die Fahrtstrecke auf Karten dargestellt werden. Ein weiterer Vorteil liegt auch darin, dass sämtliche Daten wie Betriebsstunden, usw. auch am PC in der Feuerwehr abgerufen werden können.
