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Stmk: Feuerwehrmann als Brandstifter verurteilt

Steiermark: Ein Feuerwehrmann aus der Oststeiermark ist am Dienstag, dem 10. Juni 2008, in Graz wegen fünffacher Brandstiftung zu 30 Monaten Haft verurteilt worden. Er habe die Trennung von seiner Freundin nicht verkraftet, gab er als Grund an.

Aus der Bahn geworfen: Der 29-jährige Oststeirer hatte immer gearbeitet und nebenbei ein Haus gebaut. Als ihn die Freundin samt der beiden gemeinsamen Kinder verließ, wurde er völlig aus der Bahn geworfen. Er zündete Müllsammelstellen an, ein Wirtschaftsgebäude, einen Traktor neben einer Tankstelle und einen Lagerplatz mit nagelneuen Mistkübeln.

„Ich wollte nicht allein sein“: „Es ging mir nicht um das Feuer, sondern nur darum, mit den Kollegen zusammen zu sein. Ich wollte nicht allein sein“, schilderte er vor Gericht. Die Brandanschläge erfolgten immer zu bestimmten Terminen „zu Weihnachten, zum Geburtstag der Kinder oder zu einem Jahrestag“, erzählte er weiter.

Als Erster im Löscheinsatz: Der Löschmeister war meistens der erste im Feuerwehrhaus und half eifrig mit, das von ihm gelegte Feuer zu löschen. Dass dabei nur mit viel Glück nichts passiert ist, sah er vor Gericht ein.
Immerhin befand sich der Traktor, den er angezündet hatte, auf dem Gelände einer Tankstelle. In einem anderen Fall schlief ein 86-jähriger gehbehinderter Mann im Haus neben dem Wirtschaftsgebäude, das er in Flammen aufgehen ließ.

Könnte wieder Brände legen: Laut dem psychiatrischen Gutachten besteht die Gefahr, dass er wieder Brände legen könnte, sobald er in einer psychisch angespannten Situation ist.

Haft und Einweisung: Der Schöffensenat verurteilte den Oststeirer zu 30 Monaten unbedingter Haft und verfügte eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

ORF Steiermark

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