Brand

Wien: Personenrettungen bei gelegtem Brand am Mariahilfer Gürtel

Wien (15. Bezirk): Um 00.52 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr Wien am 14. Juni 2008 zu einem Brand am Mariahilfer Gürtel alarmiert. Die Situation vor Ort ergab einen Brand im Eingangbereich und im Keller des Wohnhauses, der vermutlich durch Brandstiftung entstanden ist.

Ein stark entwickelter Brand von Sperrmülllagerungen im Eingangsbereich war erkennbar. Dadurch war den Hausparteinen der Fluchtweg versperrt. Aus mehreren Fenstern im zweiten und dritten Stock drang Rauch und in allen Stockwerken riefen Leute an den Fenstern um Hilfe.

Die Brandbekämpfung wurde vom l.RLF/M unter Atemschutz durchgeführt. Parallel dazu wurde die Drehleiter/M zur Menschenrettung an der Gürtelseitigen Fassade eingesetzt. Dabei wurden 4 Personen in Sicherheit gebracht. Nach Abschluss der Brandbekämpfung wurde von den Atemschutztrupps des l.RLF/M und ULF/M mit der Wohnungskontrolle im dritten und zweiten Stock begonnen, wobei zahlreiche Wohnungen gewaltsam geöffnet werden mussten.

Von dem Versorgungstrupp des RLF wurde mittels Kombileiter die Menschenrettung aus dem ersten Stock entlang der Fassade der Pater-Schwartz-Gasse durchgeführt. 3 Personen konnten über die Kombileiter in Sicherheit gebracht werden. Das Z.RLF/M stellte den Rettungstrupp und kontrollierte den Kellerbereich, da aus den Kelleifenster massiver Rauchaustritt zu sehen war. Dabei wurde ein Kellerbrand festgestellt. Vom Z.RLF/M wurde mit einem Rohr unter Atemschutz die Brandbekämpfung aufgenommen. Die Gaszufuhr wurde geschlossen.

Da alle Gruppen gebunden waren wurden zwei weitere Löschgruppen nachalamiert (RLF/P und BLF/N). Der Atemschutztrupp des RLF/P unterstützte die beiden anderen Atemschutztrupps bei der Evakuierung aller Wohnungen. Vom BLF/N wurde der Rettungstrupp gestellt. Parallel zur Brandbekämpfung und Menschenrettung wurden Stiegenhaus, Wohnungen und Keller mittels Hochleistungslüfter der Drehleiter/M entraucht.

Von den Atemschutztrupps wurden 15 Personen, teilweise mit Fluchfiltermasken in Sicherheit gebracht und an den Rettungsdienst übergeben. Davon wurden 9 Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins AKH gebracht. Abschließend wurden die Türen der gewaltsam geöffneten Wohnungen mittels FW-eigenen Anlegearben bzw. FW-eigenen Einbauzylinder sperrbar hergerichtet und die Schlüssel an die SW übergeben.

Eine Nachuntersuchung durch das l.RLF/M wurde für 03:00 Uhr angesetzt. Einsatzende: 02.37 Uhr.

Berufsfeuerwehr Wien

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