Nö: Lkw fährt auf stehende Kollone auf
Guntramsdorf (Nö): Auf der B17 in Guntramsdorf ereignete sich in den Abendstunden des 8. August 2008 ein schwerer Verkehrsunfall.
Auf Höhe des Ozean-Teiches Fahrtrichtung Wien stand die Kreuzung mit der Badner Bahn auf Rot als ein schwerer Lkw in die stehende Kollone von mehreren Fahrzeugen fuhr. Der erste Pkw wurde so stark getroffen, dass er über die gegenüberliegende Fahrbahn in einen Zaun geschleudert wurde. Das Heck des mit 4 Personen besetzten Fahrzeuges wurde derart deformiert, dass eine Person auf der Rücksitzbank schwerverletzt eingeklemmt wurde.

Sofort nachdem der Notruf bei der Bezirksalarmzentrale eingegangen war, wurde die Feuerwehr Wiener Neudorf zur Unfallstelle alarmiert. Nur kurze Zeit später rückten die Einsatzkräfte aus. Als erstes Fahrzeug traf das Vorausfahrzeug welches speziell zur Menschenrettung ausgerüstet ist am Einsatzort ein.

Eingewiesen durch Rettungskräfte und den anwesenden Notarzt wurde sofort mit der Menschenrettung der eingeklemmten Person begonnen. Über die Beifahrerseite versorgte der Notarzt bereits den Patienten während die Einsatzkräfte der Feuerwehr Wr. Neudorf auf der anderen Seiten den Weg für die Rettung der Person frei machten. Mit dem hydraulischen Spreitzer musste die stark deformierte Türe geöffnet werden.

Nach etwa 5-10 Minuten waren die Arbeiten abgeschlossen um die schwerverletzte Person aus dem Wagen zu befreien. Im Notarztwagen wurde der Patient weiter versorgt, für den Abtransport vorbereitet und anschließnd mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Krankenhaus gebracht.
Noch während die Feuerwehr Neudorf am Arbeiten war wurde die Ortsfeuerwehr Guntramsdorf zu dem Einsatz gerufen. Ungenaue Angaben beim Absetzen des Notrufes hatten dazu geführt, dass die Feuerwehr Neudorf zuerst alarmiert wurde. Mit dem Eintreffen der Feuerwehr Guntramsdorf übernahm diese auch den weiteren Einsatz und die Bergung der Fahrzeuge.

Insgesamt waren sechs Fahrzeuge und der Lkw in den Unfall verwickelt. Die leicht verletzten Personen aus den anderen Pkws wurden von mehreren Rettungsmannschaften betreut.
Die B17 war in beiden Richtungen für mehrere Stunden gesperrt. Erst nachdem die Polizei eine detaillierte Unfallaufnahme gemacht hatte konnte die Feuerwehr Guntramsdorf mit der Bergung des Lkws und der Pkws beginnen.
Nach rund zwei Stunden konnte auch die Feuerwehr Guntramsdorf mit 6 Fahrzeugen und 30 Mann wieder einrücken. Die Feuerwehr Wiener Neudorf war mit 3 Fahrzeugen und 19 Mann nach ca. einer halben Stunde wieder eingerückt.
Bericht der F Guntramsdorf:
Am 08. August 2008 um 21.30 Uhr ereignete sich auf der Bundesstraße 17 in Fahrrichtung Wien auf Höhe des Ozean Teiches (Ortsgebiet Guntramsdorf) ein folgenschwerer Auffahrunfall.
Eine Kolonne von 5 Pkws hielt vorschriftsmäßig vor der mit Rotlicht gesicherten
Badnerbahn- Kreuzung mit der B 17 an.
Ein nachfolgender LKW fuhr aus unbekannter Ursache auf das letzte stehende Fahrzeug mit derart großer Wucht auf, dass dieses gegen den vor ihm stehenden PKW prallte und in weiterer Folge über die Gegenfahrbahn in den gegenüberliegenden Straßengraben der ca. 10,5 Meter breiten B 17 katapultiert wurde und erst im Zaun eines angrenzenden Betriebsgeländes zum Stillstand kam.
Der Aufprall war so heftig, dass die weiteren vier stehenden Fahrzeuge ebenfalls zusammengeschoben wurden.


Auf Grund der ungenauen Ortsangabe durch die eingehende Meldung bei der Bezirksalarmzentrale Mödling wurde zuerst die Feuerwehr Wr. Neudorf verständigt, die sofort nach dem Eintreffen am Unfallort mit zwei Notärzten mit der Bergung der eingeklemmten Person begann und die weiteren Verletzten für den Transport ins Krankenhaus erstversorgte.
Die Aufgabe der Freiwilligen Feuerwehr bestand nun darin, die fahrunfähigen Fahrzeuge sowie den LKW nach der Unfallsaufnahme durch die Polizei zu bergen und die Straße für den Verkehr wieder frei zu machen.
Durch die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren Guntramsdorf und Wr. Neudorf hatte die ungenaue Ortsangabe des Unfallsmelders keine Auswirkung auf die rasche und professionelle Hilfe.
Nach 2 Stunden konnte der Verkehr von der Exekutive wieder frei gegeben werden.
Im Einsatz waren:
FF Wr. Neudorf mit 3 Fahrzeugen und 19 Männern
FF Guntramsdorf mit 6 Fahrzeugen und 30 Männern/Frauen
