Deutschland: Hoher Schaden bei Feuer bei der Feuerwehr Worfelden
Büttelborn (Deutschland): Man kommt nach Hause und das Haus steht in Flammen. Jedermanns Alptraum erlebten am 20. August 2008 die Feuerwehrleute aus Worfelden. Als die Sirenen im nördlichen Büttelborner Ortsteil gegen 15.55 Uhr heulen und sie zum Gerätehaus eilen, fährt ihnen der Schreck in die Glieder:
Aus der offenstehenden Fahrzeughalle des 2005 in Betrieb genommenen Hauses schlagen helle Flammen. Die beiden großen Einsatzfahrzeuge – das Löschfahrzeug 10/6 hat man erst vor wenigen Wochen in Dienst gestellt – stehen auf dem Hof. Ein einzelner Mann sucht mit Feuerlöschern den brennend in der Halle stehenden 25 Jahre alten Mannschaftstransporter zu löschen.
Während die geschockten Wehrleute mit den Schnellangriffseinrichtungen der glücklicherweise unversehrten Löschfahrzeuge beginnen, die Flammen zu bekämpfen, eilen ihre ebenfalls per Sirene alarmierten Kollegen aus Klein-Gerau herbei. Vom auf dem Gelände des Gerätehauses stehenden Hydranten wird die Wasserversorgung aufgebaut. Die Flammen sind in kurzer Zeit erstickt.
Allerdings dauern die Nachlöscharbeiten in der völlig verrußten Halle noch geraume Zeit. Unter anderem muss mit der Wärmebildkamera untersucht werden, ob sich eventuell Glutnester in der Isolierung des Trapezblechdaches gebildet haben – was allerdings nicht der Fall ist. Aus Sicherheitsgründen werden aus den markanten runden Fenstern über den Rolltoren die durch die Hitze geplatzten Glasscheiben herausgeschlagen. Von den hochgezogenen Rolltoren hängen lange dicke Plastikfäden herab – Reste der Plexiglasfenster.
Aufmerksam geworden auf den Brand in der Fahrzeughalle ist der frühere Worfelder Wehrführer Martin Schlappner, der gerade mit Vorbereitungsarbeiten für das Hüttenfest beschäftigt war. Schlappner hört – so schildert es Gemeindebrandinspektor Erich Köth – heftige Schläge aus der Halle. Beim Nachschauen sieht er den brennenden Mannschaftstransporter. Sofort löst er Alarm aus, fährt die beiden großen Löschfahrzeuge aus der Halle und beginnt mit der Bekämpfung der aus dem Transporter schlagenden Flammen. Dabei zieht er sich eine Rauchgasvergiftung zu und muss ins Krankenhaus gebracht werden.
Ratlos und erschüttert stehen die Feuerwehrleute nach Abschluss der Löscharbeiten vor der rußgeschwärzten Fahrzeughalle. Auch Erster Beigeordneter Thomas Laut, als Vertreter des gerade in den Urlaub gefahrenen Bürgermeisters, und Kreisbrandinspektor Markus Staubach machen sich ein Bild von der Lage. Rasch ist mit dem örtlichen Roten Kreuz geklärt, dass die Wehr zum Unterstellen ihrer Fahrzeuge vorübergehend den alten Stützpunkt An der Trift nutzen kann. Allerdings muss das TLF 10/6 wegen seiner Größe nach Klein-Gerau umziehen, während das kleinere Tragkraftspritzenauto der Klein-Gerauer nach Worfelden umzieht, um dort den Grundbrandschutz sicherzustellen.
Zumindest Einsturzgefahr besteht nicht, stellte ein hinzugezogener Statiker nach Untersuchungen am Trapezdach fest. Am Abend sichern Bauhofmitarbeiter und Wehrleute die Unglücksstelle mit Bauzäunen.
