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Nö: Zwei neue Fahrzeuge übergeben und gesegnet (FF St. Pölten)

St.Pölten (Nö): Am Abend des 26. September 2008 fand in St. Pölten die Segnung und Übergabe des neuen KRF-S und des Messdienstfahrzeuges statt.

In der feierlich ausgeschmückten Fahrzeughalle fanden sich zahlreiche honorige Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und den Feuerwehren zusammen um dem Festakt beizuwohnen.

Den Beginn machte der Landesfeuerwehrkurat von Niederösterreich Mag. Pater Stephan Holpfer mit einem stimmungsvollen Gottesdienst mit anschließender Segnung der beiden Fahrzeuge. In seiner Predigt ging er ausführlich auf das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine ein und führte aus, wie wichtig ein „Service“ der Seele der Einsatzkräfte ist.

OBR Dietmar Fahrafellner betonte in seinen Ausführungen, dass sich die Einsatztätigkeit in den letzten Jahren immer mehr in Richtung technische Einsätze verlagert. Auch die Einsatztätigkeit am Schadstoffsektor wird immer mehr und umfangreicher. Daher wurde es notwendig, zwei neue, moderne Einsatzfahrzeuge zu kaufen. Das neue Vorausfahrzeug wird im großen Einsatzgebiet der FF St. Pölten durchschnittlich dreimal pro Woche zu Einsätzen ausrücken. Das Fahrzeug ist mit modernster Technik ausgestattet und ist als erstes Fahrzeug der FF St. Pölten mit der Rettungssoftware Crash Recovery System ausgestattet. Das Messdienstfahrzeug, welches er als wichtige Zusatzkomponente der Schadstoffeinheit bezeichnet, stellt eine wichtige Ergänzung der Einsatzleitung bei Schadstoffeinsätzen dar. Mit den mitgeführten Messgeräten können umfangreiche Schadstoffbestimmungen in Luft, Boden und Wasser vorgenommen werden. Seinen Dank drückte OBR Dietmar Fahrafellner speziell der in St.Pölten ansässigen Firma Sunpor aus, welche sich maßgeblich an den Kosten des neuen Fahrzeuges beteiligt hatten. Stolz bezeichnete er diese innovativen Fahrzeuge als Forschung für die Zukunft.

Im Anschluss daran drückte der Bürgermeister der Stadt St. Pölten, Mag. Matthias Stadler seinen Dank für die umfangreiche Tätigkeiten der Mitglieder der Feuerwehr St.Pölten aus. Er betonte, wie wichtig bei aller Technik, der Faktor Mensch in der Feuerwehr ist. Er wies in seiner kurzen Rede auch darauf hin, dass die Gemeinde die Feuerwehr seit 1995 mit 1.6 Millionen Euro für neue innovative Fahrzeuganschaffungen unterstützt hat.

DI Josef Plank lobte die Arbeit der Niederösterreichischen Feuerwehren und unterstrich die große Begeisterung der NiederöstereicherInnen für die Freiwilligenarbeit im Land. Er verwies unter anderem auf die immer anspruchsvollere Ausbildung der Mitglieder und auf die umfangreichen Einsätze, die tagtäglich geleistet werden. Gleichzeitig drückte er deutlich seinen Unmut gegenüber jenen Kritikern aus, welche nach Einsätzen ihre „Expertenmeinung“ dazu abgeben würden. Er betonte auch den materiellen Einsatz, welche der technische Fortschritt von den Feuerwehren fordert, und fordert dafür gleichzeitig Lösungsansätze von Stadt und Land, um den finanziellen Bedarf abdecken zu können. Weiters rief er zum Schulterschluss mit den Nachbarn auf, um so Ressourcen zu bündeln. DI Plank gab ein klares Bekenntnis für die niederösterreichischen Feuerwehren ab, indem er klarstellte, das auf keine einzige Feuerwehr im Land verzichtet werden kann. Er sicherte den Mitgliedern der Feuerwehren seine volle Unterstützung zu.

Anschließend brachte der neue Präsident des Österreichischen Feuerwehrverbandes, LBD KR Josef Buchta seinen Dank für die St.Pöltner Feuerwehren zum Ausdruck. Er betonte, wie wichtig es ist, über die Grenzen zu blicken und verwies stolz auf die „neuen Fahrzeuge für die Zukunft“, welche in der FF St.Pölten in den Dienst gestellt werden. Im Anschluss daran nahm er zwei Ehrungen vor.

Beide Fahrzeuge wurden auf Nissan Navara aufgebaut, welche über einen zuschaltbaren Allradantrieb verfügen. Beide Fahrzeuge sind Führerscheinklasse B tauglich und verfügen über eine ausreichend starke Motorisierung von 170PS. Das Vorausfahrzeug ist ausgerüstet mit einen neuen hydraulischen Rettungsgerät von Holmatro und ist bereits mit dem „Schlauch in Schlauch System“ ausgerüstet. Weiters gehört z ur Ausrüstung ein hydraulischer Rettungszylinder und ein Pedalschneider. Zur ersten Löschhilfe verfügt das Fahrzeug über ein HiPress Löschgerät mit 35l Schaummittel-Wassergemisch welches mit alkoholbeständigen AFFF versetzt ist. Die Wurfweite beträgt 14m und die Einsatzzeit rund 70 Sekunden. Des weiteren ist im Mannschaftsraum ein TabletPC mit der Rettungssoftware „Crash Recovery System“ der Fa. Moditech. Für die Sicherheit der Einsatzkräfte wurde am Dach eine Verkehrsleiteinrichtung installiert welche den Verkehr sicher am Einsatzort vorbeileiten soll. Eine Dynawattanlage, ein Druckluftkompressor für Druckluftwerkzeug und Hebekissen, ein Notfallkoffer, Airbagsicherung, div. Absicherungsgeräte und eine elektrische 3.5to Seilwinde zur Selbstrettung komplettieren das Fahrzeug.

Das Messdienstfahrzeug, welches auf einem identischen Fahrgestell aufgebaut wurde, ist landesweit das erste Fahrzeug seiner Art. Speziell ausgerüstet um Schadstoffe in der Luft, im Boden oder im Wasser zu erkennen, ist es eine wichtige Unterstützung für den Schadstoffzug.

Unter anderem verfügt das Fahrzeug über:
• 3 Multiwarn 2 Messgeräte
• 2 Solaris Vierweggeräte
• 2 Ex-Ox Meter
• 1 Messkoffer mit Prüfröhrchen
• 1 Messkoffer DLE-Set
• 1 Airsense GDA2
• Fernthermometer
• Infrarotwärmebildkamera
• Entfernungsmessgerät

Mit dem Airsense GDA2 sind alle 33 Stoffe der Einsatz Toleranz Wert Liste, sowie alle chemischen Kampfstoffe nachweisbar. Die Messdaten können sowohl am Display angezeigt werden, als auch zum Einsatzleitrechner im Fahrzeug übertragen werden.

FF St.Pölten

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