Übungen

Oö: Katastrophenschutzübung am Gemeindeamt in Feldkirchen a.D.

Feldkirchen a.D. (Oö): Gemäß dem Oö. Katastrophenschutzgesetz unterliegen Gemeinden der Verpflichtung, für einen wirksamen Katastrophenschutz in regelmäßigen Abständen – zumindest alle drei Jahre – eine entsprechend Übung durchzuführen.

In Feldkirchen an der Donau ist vergangenen Donnerstag, dem 6. November 2008, bereits zum 2. Mal eine Katastrophenschutzübung am Gemeindeamt abgehalten worden. Wie wichtig im Ernstfall eine gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen Einsatzorganisationen und Behörden ist, hat die Hochwasserkatastrophe 2002, aber auch das Sturmtief „Emma“ und zuletzt das Hagelunwetter am 22.August 2008 drastisch gezeigt. Das Übungsszenario, das streng geheim vorbereitet worden war, stellte für den technischen Einsatzleiter, Pflichtbereichskommandant HBI Kurt Reiter und den behördlichen Einsatzleiter, Bürgermeister Franz Allerstorfer eine gewaltige Herausforderung dar.

Als Planspiel wurde eine Sturmkatastrophe simuliert, die im gesamten Gemeindegebiet zahlreiche Einsätze erforderlich machte. Die Kameraden der fünf Feuerwehren, der Arbeiter- amariterbund und Postenkommandant Wilhelm Ennsbrunner von der Polizeiinspektion Ottensheim hatten zahlreiche Einsätze zu bewältigen – vom Verkehrsunfall, der eine Gefährdung des Grundwassers befürchten ließ, dem verunglückten Bus einer tschechischen Reisegruppe, dem Einsturz eines Zeltes am Badesee und des Daches der Asphaltstockhalle, dem Brand eines Wasserhochbehälters bis zu einem Einbruch in einer Feldkirchner Firma reichten die Szenarien.

Die daraus resultierenden Aufgaben für den Krisenstab, in den Vbgm. Loizenbauer und Gemeindebedienstete berufen wurden, waren anspruchsvoll und vielfältig. Auch Frau Vbgm. Allerstorfer, die als „seelsorgerische“ Betreuung fungierte, hatte kein leichtes Amt übernommen, gab es doch bei der Übung zahlreiche Verletzte und sogar 2 Tote zu beklagen. Den Abschluss der Katastrophenschutzübung bildete eine von der Einsatzleitung einberufene Pressekonferenz, bei der sich neben den beiden Einsatzleitern auch der Obmann des Samariterbundes, Herr Johann Pichler, der Arzt Dr. Heinz Schiller und als Vertreter der Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung, Herr Rudolf Steininger den Fragen der Medien, vertreten durch den Redakteur der „Rundschau“, Herrn
Wolfgang Reisinger, stellten.

Sachkundiger prominenter Beobachter der Katastrophenschutzübung war Abschnitts- euerwehrkommandant Dr. Wolfgang Kronsteiner, der die Ausarbeitung des Planspiels und das Zusammenwirken der Einsatzkräfte lobte und die Bedeutung von Übungen und Schulungen als maßgebliche Voraussetzung für die Katastrophenhilfe im Ernstfall betonte.

FF Feldkirchen an der Donau

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert