D: Chemikalienunfall -> Feuerwehrleute und Passanten mit Atemwegsreizungen
Ostholstein (Deutschland): Bei einem Chemieunfall in Timmendorfer Strand in Ostholstein sind 57 Menschen verletzt worden. 46 Feuerwehrleute und elf Passanten erlitten bei dem Zwischenfall am Sonntag, 23. November 2008, Atemwegsreizungen, wie der Chef der Feuerwehr Ostholstein, Ralf Thomsen, am 24. November sagte.
Die Einsatzkräfte seien zu einem verqualmten Geschäftshaus gerufen worden, in dem kurz vorher Bauarbeiten stattgefunden haben sollen. Die Feuerwehr sei zunächst von einem Brand und nicht von einem Chemieunfall ausgegangen, sagte Thomsen. Der Atemschutztrupp fand nach seinen Angaben zwei 20-Liter-Kanister mit aggressivem Zwei-Komponenten-Kleber. Aus einem der Behälter sei weisser Rauch aufgestiegen.
Als die Feuerwehrmänner draußen ihre Masken abgelegten, reichte der aus ihrer Schutzkleidung austretende Dampf, um sämtliche umstehenden Personen zu beeinträchtigen. Auch nicht im Haus eingesetzte Feuerwehrleute atmeten das Gift ein, als sie den Kollegen aus den Schutzanzügen halfen. Schließlich wurden 57 Verletzte in Spitäler eingeliefert. Der Großteil sollte Thomsen zufolge am 24. November bereits wieder entlassen werden.
